Grímsvötn: Gletscherlauf beendet, zwei Krater sichtbar

The Glaciological Society's spring trip to Grímsvötn on Vatnajökull glacier.

Der Wasserpegel im Gletscherfluss Gígjukvísl ist wieder auf dem gleichen Stand wie vor dem Gletscherlauf aus den Grímsvötn angelangt. Der Gletscherlauf hatte in der vergangenen Woche seinen Höchststand erreicht, seitdem war der Pegel langsam gesunken. Auch die seismische Unruhe im Grímsfjall ist verklungen, zitiert mbl.is eine Mitteilung des isländischen Wetteramtes. Am vergangenen Montag waren 21 Erdbeben in den Grímsvötn aufgezeichet worden, zwei von ihnen lagen über M2.

Zwei Einsturzkrater auf dem Satellitenbild
Beim Gletscherlauf im Jahr 2021 hatte sich ein Einsturzkrater südöstlich des Grímsfjall und ganz in der Nähe des Gletscherlaufs gebildet. In der vergangenen Woche waren Fachleute auf dem Vatnajökull unterwegs gewesen, um Messgeräte zu justieren. Sie stellten fest, dass sich am gleichen Ort wie 2021 ein Einsturzkrater gebildet hat. Auf Satellitenbildern vom 21. Januar sind zwei Einsturzkrater südöstlich des Grímsfjall zu erkennen, heisst es in der Mitteilung.
Einer von ihnen stammt aus dem Gletscherlauf von 2021, der zweite könnte sich im gerade abgeklungenen Gletscherlauf gebildet haben, oder ein älterer Krater sein.

Wanderer sollten Krater unbedingt meiden
Die beiden Einsturzkrater befinden sich in der Nähe einer Wanderroute östlich des Grímsfjall. Wanderer sollten die beiden Krater nicht aufsuchen, sondern weiträumig umgehen. Nachfolgend sind die GPS-Daten der Krater aufgeführt:
Krater GV-33: 64°23,611′ und -17°13,017′
Neuer Krater: 64°23,766′ und -17°12,729′

Flugcode auf grün abgesenkt
Mit Beginn des Gletscherlaufs war der Flugcode für den Vulkan Grímsvötn auf gelb erhöht worden, weil eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen dem Gletscherlauf folgenden Vulkanausbruch bestand. Da es nach Ende des Gletscherlaufs keine kurzfristigen Veränderungen in der Aktivität zu berichten gibt, konnte der Flugcode wieder auf grün gesenkt werden.

Langfristig gesehen hat sich die Aktivität der Grímsvötn jedoch erhöht, und in den vergangenen fünf Monaten sind mehr Erdbeben stärker ausgefallen als das was man als normale seismische Hintergrundaktivität betrachten kann.
Sollte es zu einem Vulkanausbruch in den Grímsvötn kommen, ist damit zu rechnen, dass es zuvor eine erhebliche Zunahme kleinerer Erdbeben geben wird, bevor der Ausbruch beginnt, heisst es in der Mitteilung. Daher wird der Vulkan auch weiterhin engmaschig überwacht.

Grímsvötn liegt zwar weitab von jeder Besiedlung, doch da eine dicke Eisschicht über dem Vulkan liegt, verursacht jeder Ausbruch schweren Aschefall, der Auswirkungen auf das Alltagsleben im Süden und Südosten der Insel sowie auf den Flugverkehr haben wird. Grímsvötn gehört zu den aktivsten Vulkanen der Insel.

 

Grímsvötn: Gletscherlauf und mögliche Eruption

Vatnajökull

Aus den Grímsvötn im Gletschermassiv Vatnajökull hat ein Gletscherlauf begonnen, berichtet mbl.is. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit eines Vulkanausbruchs im Anschluss des Gletscherlaufs. Wenn die Druckveränderung, die durch den Gletscherlauf im Vulkan entsteht, eine Eruption verursacht, dann ist das in den kommenden Stunden oder Tagen am wahrscheinlichsten, sagt der Geochemiker Benedikt Gunnar Ófeigsson, der beim isländischen Wetterdienst als Fachleiter die Messungen überwacht.

Wachsende Unruhe unter dem Gletscher
Kurz vor sieben Uhr heute morgen war ein Erdbeben der Stärke 4,3 an den Grímsvötn aufgezeichnet worden. Das war das stärkste Beben, seit dort seismische Aktivität erfasst wird. In den letzten Tagen hatte es schon wachsende Gletscherlaufunruhe im Berg Grímsfjall gegeben und im Fluss Gígjukvísl war der Wasserpegel angestiegen.
„Da kann ein Ausbruch folgen,“ sagte Benedikt Gunnar. Sicher sei schon jetzt, dass die Druckveränderung etwas losgetreten habe, nachdem der Gletscherlauf begonnen hatte. Und dann kam das Erdbeben von heute morgen. „Das war klar, dass das den Vulkan etwas erschüttert hat. Jetzt ist die Frage, ob das reicht, um eine Eruption auszulösen.“

Zuletzt waren die Grímsvötn im Jahr 2011 ausgebrochen, bei dem Vulkanausbruch hatten sich die Seen so gut wie geleert. Benedikt erklärt, bei den Grímsvötn spiele der Wasserpegel eine entscheidende Rolle für die Druckveränderung, nicht die Wassermenge. Für den Vulkan stelle das Ende des Gletscherlaufs mit seiner Druckveränderung die meiste Belastung dar, genau dann bestehe die Gefahr eines Ausbruchs, und zwar kurz nach dem Gletscherlauf – wenn überhaupt.

Könnte Flugverkehr stören
Die Behörden hatten heute morgen die Ungewissheitsstufe für den Vulkan ausgegeben, für den Flugverkehr gilt der gelbe Code.
Der Geochemiker Magnús Tumi Guðmundsson hatte erklärt, wenn die Grímsvötn ausbrechen, werde es sich um eine eine explosive Eruption handeln, die Störungen für den Flugverkehr mit sich bringe.
Touristen in der Region sollten äusserste Vorsicht walten lassen.

Gletscherlauf aus den Grímsvötn fällt diesmal klein aus

Vatnajökull Grímsfjall Grímsvötn Bárðarbunga Kverkfjöll Jöklar Jökull Vísindi

Der Wasserpegel im Gletscherfluss Gígjukvísl ist um 30 bis 35 Zentimeter gestiegen, nachdem der Gletscherlauf aus dem Vulkan Grímsvötn unter dem Eis im Flachland angekommen ist. Man rechnet damit, dass der Höchststand heute erreicht wird. Die Eishöhle unter den Grímsvötn ist Messungen der Wetterbehörde zufolge um etwa 11 Meter abgesunken, berichtet Vísir.
Nach Angaben von Bjarki Kaldalóns Friis, einem Experten für Naturkatastrophen beim Wetterdienst, ist der Wasserpegel seit gestern langsam und stetig angestiegen.
“Wir glauben nicht dass er noch stark ansteigt, wir rechnen damit dass er seinen Höchststand heute Nachmittag erreicht, aber mal schauen wie sich das entwickelt,” gab Bjarki an.

Da dieser Gletscherlauf eher klein ausfällt, sind Brücken oder andere Bauwerke nicht in Gefahr. Auch vulkanische Unruhe sei nicht beobachtet worden, es gab zwar eine durch den Gletscherlauf bedingte seismische Unruhe, aber kaum Erdbeben, und auch Gasentwicklung konnte im Gebiet nicht festgestellt werden.

Vor dem Gletscherlauf war der Wasserstand in den Grímsvötn nicht sehr hoch gewesen. Beim jetztigen Gletscherlauf werden um die 500 Kubikmeter Wasser pro Sekunde erwartet, was nur ein Fünftel des letzten Gletscherlaufs vom Dezember 2021 ist.
Sollte der See sich ganz entleeren, dann kann die Eishöhle um bis zu 15 Meter absinken.

 

Gletscherlauf an den Grímsvötn möglicherweise unterwegs

In die Grímsvötn ist Bewegung geraten, doch zum jetztigen Zeitpunkt ist es schwer zu sagen, ob dort ein Gletscherlauf unterwegs ist, berichtet mbl.is. Nach Angaben von Salóme Jórunn Bernharðsdóttir, einer Expertin für Naturkatastrophen bei der Wetterbehörde, werden die Messgeräte voraussichtlich erst morgen Ergebnisse liefern, wenn sich der Gletscherlauf bereits auf dem Höhepunkt befindet.
Gestern hatte die isländische Polizei die Ungewissheitsstufe des Zivilschutzes über die Region verkündet. Die Eishöhle ist abgesunken, daher ist damit zu rechnen, dass das ablaufende Wasser in den Gígjukvísl fliesst. Da der Wasserstand in den Grímsvötn jedoch eher niedrig ist, dürfte ein Gletscherlauf weniger dramatisch verlaufen und keine Brücken gefährden.
Dennoch gilt über den Grímsvötn jetzt der gelbe Flugcode, denn der Druckabfall durch den Gletscherlauf könnte einen Vulkanausbruch auslösen, erklärt Salóme.
“Da könnte sich im Anschluss ein Vulkanausbruch ereignen, aber wahrscheinlicher ist, dass da nichts passiert.” Doch während die Eishöhle absinke, stünden die Grímsvötn natürlich unter besonderer Beobachtung.

 

Grímsvötn: Gletscherlauf hat begonnen, Experten halten Ausbruch für möglich

Der seit Tagen erwartete Gletscherlauf aus den Grímsvötn im Vatnajökull-Massiv hat gestern eingesetzt und inzwischen an Fahrt aufgenommen. Gestern Abend hatte der Fotograf Ragnar Axelsson das Gebiet überflogen und die ersten Anzeichen der Fluten fotografisch festgehalten.

Konduktivität und Durchflussmenge im Gletscherfluss Gígjukvísl steigen seit letzter Nacht kontinuierlich. Man rechnet damit, dass der Gletscherlauf am Sonntag seinen Höhepunkt erreicht haben wird. Messungen der isländischen Wetterbehörde zufolge sind die Bedingungen dergestalt, dass die Grímsvötn vor einem Ausbruch stehen. Die Region wird daher engmaschig überwacht, vor allem auf Erdbeben, denn die sind untrügliche Vorboten einer Eruption, berichtet RÚV.

In den vergangenen drei Tagen hatte sich die Durchflussmenge stetig erhöht, am heutigen Vormittag wurden 930 Kubikmeter pro Sekunde gemessen. Zum Wochenende hin soll sie sich dann vervierfachen. Am Morgen wurde berichtet, dass die Eishöhle unter den Grímsvötn um zehn Meter gesunken ist, inzwischen liegt sie 17 Meter tiefer als noch vor neun Tagen, als der Prozess begonnen hatte.
Auch die Konduktivität ist seit letzter Nacht stark gestiegen, sie wird inzwischen mit 272 Mikrosiemens pro Zentimeter gemessen. Bis zum Höhepunkt des Gletscherlaufs wird sich dieser Wert noch einmal verdoppeln.
Unterhalb des Gletschers hat sich eine riesige Lagune gebildet, aus der das Wasser erst jetzt allmählich in den Fluss überläuft.

 

 

 

 

Ausbruch durchaus im Bereich des Möglichen
Die Grímsvötn gehören zu Islands aktivsten Vulkanen und melden sich im Durchschnitt einmal pro Jahrzehnt mit einem Ausbruch. Es ist vorgekommen, dass es an den Grímsvötn zu einem Ausbruch kam, nachdem das Wasser abgelaufen war und der Druck im Krater abgenommen hatte. Zuletzt ereignete sich ein solcher Ablauf im Jahr 2004. Damals brach der Vulkan drei Tage nach Beginn des Gletscherlaufs aus. Zuvor hatte es einen Erdbebenschwarm gegeben, der Hinweise auf einen möglichen Ausbruch lieferte.
Bis zum jetztigen Zeitpunkt ist noch keine seismische Unruhe in der Region festgestellt worden.
Der letzte Ausbruch der Grímsvötn ereignete sich im Jahr 2011, allerdings war damals das Wasser bereits sechs Monate zuvor aus dem Krater gelaufen. Seither hat es aus den Grímsvötn sechs Gletscherläufe ohne darauffolgenden Ausbruch gegeben.

Möglicher Gletscherlauf aus den Grímsvötn steht bevor

Vatnajökull Bárðarbunga

Die Eishöhle an den Grímsvötn im Gletschermassiv Vatnajökull hat sich neusten Messungen zufolge abgesenkt. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass ein Gletscherlauf aus den Grímsvötn bevorsteht, berichtet Vísir.
Am Mittag war der Wissenschaftliche Rat zusammengekommen, um die neue Lage zu besprechen. Er kam zu dem Ergebnis, dass mit einem Gletscherlauf in den kommenden Tagen zu rechnen sei.

Der Geologe Björn Oddsson ist für den Zivilschutz tätig und berichtet von den Erkenntnissen: “In den Grímsvötn sammelt sich Schmelzwasser unter einer Eishöhle. Über der Eishöhle gibt es ein GPS-Messgerät, welches den Wasserstand anzeigt. Wenn sich Wasser sammelt, hebt sich die Höhle an. In den letzten Monaten und ein bis zwei Jahren hat die Eishöhle sehr hoch gelegen. In den Grímsvötn befindet sich viel Wasser, man schätzt die Menge auf einen Kubikkilometer.”
Jetzt allerdings habe sich in den Messgeräten gezeigt, dass sich die Eishöhle absenkt, was darauf hinweise, dass Wasser unter ihr abläuft und in Richtung Skeiðárjökull.

“Man darf damit rechnen, dass es in den nächsten Tagen einen Gletscherlauf aus den Grímsvötn geben wird,” sagt Björn. “Wir haben das schon einmal gesehen, wie letzten Sommer, da hatte es Hinweise aus den Geräten gegeben und damals war das Eis unter dem GPS-Gerät geschmolzen. Aber jetzt haben wir zwei Geräte da oben, und die zeigen beide das gleiche. Damit ist bestätigt dass sich die Eishöhle absenkt.”
Ein Gletscherlauf habe jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach keine Auswirkungen auf menschliche Besiedlung.

“Das Wasser läuft in den Gígjukvísl und dann unter der Brücke an der Ringstrasse hindurch. Dort muss man den Wasserstand gut im Auge haben, bevor der Gletscherlauf beginnt. Es gibt auch Beispiele dafür dass es nach einem Gletscherlauf zu einem Vulkanausbruch kommen kann.”
Letzeres bezeichnet er als weder wahrscheinlich noch unwahrscheinlich, aber genau deshalb sei man auf alles vorbereitet.
Zuletzt war der Vulkan unter den Grímsvötn vor 10 Jahren ausbrochen. Dem Ausbruch folgte ein enormer Aschefall auf das Südland und die Region unter den Gletschern. Im vergangenen Sommer hatte Grímsvötn sich ebenfalls geregt und Vulkanologen sahen schon einen möglichen Ausbruch, doch der Vulkan beruhigte sich wieder.

Vulkanologe befürchtet Ausbruch der Grímsvötn

Erhöhte seismische Aktivität, vermehrte Erdwärme und das Ausströmen von Gasen weisen darauf hin, dass der Vulkan Grímsvötn unter dem Vatnajökullmassiv sich auf einen Ausbruch vorbereitet. Der Geologe Magnús Tumi Guðmundsson sagt, die Wasseroberfläche in den Grímsvötn sei gestiegen, wenn sich der See in den komenden Monaten entleere, könne es durch aus zu einem Vulkanausbruch kommen.
Zuletzt war der Vukan Grímsvötn im Jahr 2011 ausgebrochen. Die Ausbrüche in den Jahren 1998 und 2004 waren kleiner ausgefallen, berichtet Vísir.

Magnús zufolge sieht es ganz danach aus, dass nun wieder ein Ausbruch ins Haus stehe, die seismischen Aktivitäten hätten sich in diesem Jahr gesteigert. Eine Wissenschaftlergruppe der Vulkanabteilung beim isländischen Wetterdienst, die gerade auf Erkundungsfahrt in der Region unterwegs gewesen ist, habe das Ausströmen von vulkanischen Gasen festgestellt. Dies passe, so Magnús, zu der Annahme, dass der Vulkan in die letzte Etappe seiner Ruhephase gekommen sei.
Es sei bekannt, dass ein Gletscherlauf aus den Grímsvötn der Vorbote eines Ausbruchs sei, weil die Wasserlast vom Dach der Magmakammer weiche.

“Jetzt ist es so, dass der Wasserstand in den Grímsvötn ziemlich hoch ist. Wenn das da also rausläuft, müssen wir diesbezüglich sehr wachsam sein und das genau beobachten. Das könnte dazu führen, dass die Grímsvötn ausbrechen.”

Seiner Ansicht nach würde es sich dann um einen normalen Vulkanausbruch handeln, möglicherweise in den kommenden Wochen oder Monaten. Die Wasserfluten würden sich den Gígjukvísl hinunter auf die Sanderfläche Skeiðarársandur ergiessen.

Der Ausbruch im Jahr 2011 hatte grosse Massen an vulkanischer Asche produziert, die in der Region unterhalb des Vatnajökull den Tag zur Nacht gemacht hatten. Die Aschemenge war grösser als die aus dem Ausbruch des Eyjafjallajökull im Jahr zuvor. Einige Landwirte waren schwer betroffen, weil die Felder von einer derart dicken Ascheschicht bedeckt waren, dass eine Heuernte unmöglich war. Im Stockfinsteren hatten Schafe, neugeborene Lämmer und Pferde in die Stallungen zurückgebracht werden müssen, weil sie draussen nichts mehr zu fressen fanden, und das Fluor der Asche giftig für den Organismus ist.
Auch der internationale Flugverkehr wurde durch den Ausbruch wieder empfindlich gestört. Insgesamt dauerte der Ausbruch nur sieben Tage. Grímsvötn ist einer der am häufigsten ausbrechenden Vulkane in Island.

Neue Felswand aus dem Gletschereis aufgetaucht

Eine etwa fünfzig Meter hohe Felswand ist nun westlich der Grímsvötn aus dem Eis aufgetaucht, nachdem sie fast ein halbes Jahrhundert unter dem Eis verborgen gelegen hatte, berichtet RÚV.

Nach Ansicht des Geologen Magnús Tumi Guðmundsson ist dies auf eine vermehrte vulkanische Aktivität zurückzuführen. Die Grímsvötn liegt im westlichen Teil des Gletschermassivs Vatnajökull und gehört zu den aktivsten Vulkanen des Landes. In den vergangenen Jahren waren dort vermehrte vulkanische Aktivität und Erdwärme verzeichnet worden, beides führt zu einem Abschmelzen des Gletschers.

Die Felsen wurden bei der Frühjahrsfahrt des isländischen Gletscherforschungsvereins entdeckt.

Im Nachrichtenlink gibt es ein Video von der Region zu sehen.

Magnús Tumi weist darauf hin, die Gletscherschmelze in diesem Bereich sei nicht auf den Klimawandel zurückzuführen, sondern vor allem auf die vermehrte Erdwärme vor Ort.

Wenn wir vor 20 Jahren darüber gesprochen hätten, dann hätte ich gesagt, das bedeute, dass es mehr Gletscherläufe aus den Grímsvötn geben wird. In diesem Zeitraum ist jedoch etwas anderes passiert, die Erdwärme hat sich nämlich verschoben, sodass sich das Wasser nicht mehr in den Grímsvötn sammelt, wie es im Jahr 1996 gewesen ist. Daher sehen wir auch keine Gletscherläufe mehr aus den Grímsvötn,” erklärte der Geologe.

Die Felsen werden untersucht, wenn sie noch weiter aus dem Eis herausragen.

Das ist Teil einer Caldera. Das sind steile Felsen. Das war von ihnen sichtbar ist, sind auf jeden Fall fünfzig Meter hohe Felsen. Wenn das so weitergeht, werden die noch höher,” schätzt Magnús Tumi.

Wir haben Felsen an drei Stellen gefunden. Dort sind Felsen, die noch nicht sichtbar sind, die ihren Namen aber in den siebziger Jahren erhalten haben. Sie heissen Depill und Mósar und werden hoffentlich bald sichtbar.”

Weg auf den Vatnajökull wegen Schmelze gesperrt

Die Gletscherforschungsgruppe der Universität Islands hat den üblichen Weg auf den Vatnajökull sperren müssen, berichtet RÚV.

Die Gruppe besteigt das Gletschermassiv seit dem Jahr 1953 in jedem Frühsommer aus Forschungszwecken, in einigen wenigen Jahren hatte sie eine andere Route wählen müssen, weil die Schneemassen zu tief waren, oder hatte die Tour ganz absagen müssen.

In diesem Jahr steht sie zum ersten Mal vor dem Problem, dass Schneeschmelze und Nässe den Weg unpassierbar machen.

Oft sei man von Westen über Jökulheimar und den Tungnaárjökull aufgestiegen. Doch der Tungnaárjökull zieht sich, wie auch andere Gletscher, in enormem Tempo zurück und entblösst Land, welches seit mindestens 500 Jahren unter dem Eis verborgen gelegen hat.

Die Klimaveränderungen erschweren es den Forschern, den Klimawandel auf dem Vatnajökull zu untersuchen, denn der kurze Weg zum Gletscher über den Tungnaárjökull zu den Grímsvötn ist unpassierbar.

Stattdessen nutzt die Forschergruppe nun die Zeit, um die Erdwärme in den Grímsvötn und in den Kverkfjöll, sowie an verschiedenen Orten die Eisdicke zu messen. Unter anderem will man untersuchen, welche Veränderungen durch die gestiegene Erdwärmeentwicklung nach dem Vulkanausbruch in der Holuhraun vor vier Jahren stattgefunden haben. Damals ist die Caldera des Vulkans Bárðarbunga im Nordwesten des Vatnajökullmassivs um etwa 65 Meter eingesunken.

Auch Gasmessungen und Reparaturarbeiten an den GPS-Geräten rund um die Vulkane sind Teil der Arbeiten auf dieser Frühjahrsfahrt der Gletscherforschungsgruppe.

Die Frühjahrsfahrt der JÖFRÍ Gruppe dauert acht bis zehn Tage. Daran beteiligt sind Wissenschaftler unterschiedlicher Institutionen, wie etwa des Geowissenschaftlichen Institutes der Universität und des Meteorologischen Institutes.

Begleitet werden sie von Gletscherkundigen aus allen Bereichen der Gesellschaft. Wie es auf der Facebookseite des Geowissenschaftlichen Institutes heisst, ist diese Zusammenarbeit von Forschern und interessierten Laien fast 70 Jahre alt, und ein guter Teil des Wissens um das Wesen der Grímsvötn und anderer Vulkane im Vatnajökull basiere auf Daten, die auf diesen Frühjahrsfahrten gesammelt worden seien.