Touristen von Winterwanderung zum Glymur abhalten

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Der Direktor der isländischen Tourismusbehörde hat mehr Massnahmen gefordert, um zu verhindern dass Touristen im Winter den Wasserfall Glymur hinaufsteigen. In einem Interview mit Vísir kündigte er ein Treffen mit den Landbesitzern, Vertretern der Kommune und der Polizei an, um ein weiteres Vorgehen zu besprechen, damit die Sicherheit von Touristen in dem Gebiet gewährleistet werden kann.

Vor einigen Tagen war eine 30-jährige Touristen von der Felskante an die 100 Meter in die Tiefe gestürzt und noch am Unfallort verstorben. Die Bergungsbedingungen an dem beliebten Wasserfall im Hvalfjörður gestalteten sich ausgesprochen gefährlich für alle Beteiligten, in der Unfallsache wird derzeit ermittelt. Nach dem Unfall hatten viele gefordert, mehr für die Sicherheit von Besuchern an beliebten touristischen Orten zu tun.

In einem Interview bestätigte Jón Þór Víglundsson, der Pressesprecher der Rettungsorganisation Landsbjörg, dass am Glymur Wasserfall Sicherheitsvorkehrungen fehlten. Auch in einem weiteren Zusammenhang forderte er Verbesserungen. Die Regierung müsse etwa die Ärmel hochkrempeln und die Sicherheit auf den Strassen des Landes verbessern. Arnar Már Ólafsson, der Direktor der isländischen Tourismusbehörde, pflichtete Jón Þór darin bei, dass die Sicherheit der Touristen weiträumig auf den Prüfstand gehöre.

“In dieser Gegend etwa ist der Wanderweg zum Glymur auf der Ostseite des Flusses sehr gefährlich. Da gibt es einen Baumstamm quer durch den Fluss, der dazu gedacht ist, die Flussdurchquerung zu vereinfachen, aber dieser Baumstamm wird im Herbst entfernt – weil die Leute da im Winter nicht wandern gehen sollen. Es gibt auch eine Informationstafel am Parkplatz, wo davor gewarnt wird, im Winter dort wandern zu gehen. Aber wir müssen uns das noch näher anschauen und versuchen, die Leute von Wanderungen im Winter abzuhalten.” Seiner Ansicht nach müssten die Behörden jetzt schnell reagieren.
Zu dem geplanten Treffen sind Landbesitzer, Kommune, die freiwilligen Rettungsleute aus Akranes, die Polizeidirektion Westisland und Landsbjörg geladen, um zu besprechen, was noch alles getan werden könnte, um die Sicherheit in dieser Region zu verbessern.

 

Tödlicher Unfall am Wasserfall Glymur

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Gestern Morgen ist eine ausländische Besucherin am Wasserfall Glymur ums Leben gekommen, berichtet RÚV. Die Frau in den Dreissigern war in Begleitung ihres Ehemanns dort in der Schlucht oberhalb des Wasserfalls unterwegs gewesen und über die Felskante in die Tiefe gestürzt. Nach Angaben der Polizei sei der Sturz aus grosser Höhe erfolgt und die Frau noch am Unfallort verstorben.

Die Unfallmitteilung ging um halb elf gestern ein, Rettungsmannschaften trafen jedoch nicht vor dem Nachmittag ein. Die Bergungsmassnahmen wurden durch Schnee und Eis erschwert, und es dauerte auch eine gewisse Zeit, bis die Retter in der Schlucht ankamen. Ein Hubschrauber der Küstenwache kam zusätzlich mit drei Rettern an den Unfallort, ein weiterer brachte einen Polizisten.

Glymur ist mit 198 Metern der zweithöchste Wasserfall des Landes. Drei Wanderwege führen zum Wasserfall, alle sind mit grosser Vorsicht zu benutzen, vor allem im Winter, wenn alles gefroren ist. Man kann den Wasserfall von beiden Seiten der Schlucht aus sehen, und beide Wanderwege seien nichts für Leute mit Höhenangst, heisst es auf der Webseite des Wandervereins Borgarfjörður.
Die Polizeidirektion Westisland ermittelt in dem Unfall. In einer Mitteilung drückt sie allen an den Rettungsarbeiten Beteiligten ihren Dank aus.