Gasblasen im Gletschersee am Öræfajökull

Im Gletschersee Kvíarlón südöstlich des Öræfajökulls sprudeln Gasblasen im Wasser, das Geräusch, das sie verursachen wenn sie an die Wasseroberfläche steigen und dort zerplatzen, erinnert an Limonade, berichtet RÚV.

Experten der Vulkanabteilung beim isländischen Wetterdienst sehen in dem Gas keine Gefährdung für Touristen.

Die Behörde hatte am letzten Freitag Nachricht von den Gasblasen erhalten. Ein Team mit Messinstrumenten machte sich auf den Weg, um zu kontrollieren, ob das Gas vulkanischen Ursprungs sein könnte.

Das Messgerät saugt die Umgebungsluft ein und kann Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff, Schwefeldioxid und Wasserstoff bestimmen.

Trotz mehrfacher Versuche, Gas unter der Wasseroberfläche einzufangen, gelang es nicht, eine Menge zu erhaschen, die man hätte untersuchen können.

In einer Mitteilung der Behörde hiess es, am wahrscheinlichsten handle es sich um Kohlensäure in kleiner Menge. Solche Ausströmungen an Vulkanen seien normal und wiesen nicht auf eine erhöhte vulkanische Aktivität hin.

In diesem Jahr war die Bebentätigkeit des Öræfajökull zurückgegangen. Der Vulkan war vor zwei Jahren aus einem 300 Jahre langen Schlaf erwacht und hatte zum Teil heftige Bebenserien geliefert. Im Eis des Gletschervulkans hatte sich auch ein Schmelzkrater gebildet.

Öræfajökull ist zweimal seit der Besiedelung des Landes ausgebrochen. Das erste Mal gab es im Jahr 1362 eine plinianische Eruption, die die einst fruchtbare Region rings um den Vulkan komplett veränderte. Im Jahr 1727 brach der Vulkan ein weiteres Mal aus, diesmal verursachten vor allem Gletscherläufe grosse Schäden.

Für das gesamte Gebiet gibt es einen Evakuierungsplan des isländischen Zivilschutzes, wer rund um den Vulkan wandern geht, sollte unbedingt seine Route bei safetravel.is hinterlassen und erreichbar sein.