Naturschutzstatus des Geysir bestätigt

Premierministerin Katrín Jakobsdóttir und der Minister für Energie, Klima und Umwelt, Guðlaugur Þór Þórðarsson, haben gestern an einer Zeremonie am Geysir teilgenommen, bei der Schutzstatus und ein Managementplan für das Gebiet noch einmal bekräftigt wurden.
Das Geysirgebiet war bereits im Jahr 2020 unter Naturschutz gestellt worden, doch erst jetzt hatte es dazu eine Zeremonie mit Unterzeichnung eines entsprechenden Dokuments gegeben.

Geysir ist nicht nur einer der beliebtesten touristischen Orte Islands, hier gibt es auch einzigartige geologische Formationen, Fauna und Mikroorganismen. Damit spielt das Gebiet eine grosse Rolle für die Forschung. Ein neuer Managementplan will daher besonderen Wert auf die Wissensvermittlung legen.
Beim Festakt sagte Katrín Jakobsdóttir: “Der Schutz des Geysirgebietes in Anbetracht seiner einzigartigen natürlichen Schönheit ist ein wichtiger Schritt für den Naturschutz in Island. Der Naturschutzplan, der heute bestätigt wurde, stellt sicher, dass auch zukünftige Generationen das Gebiet so geniessen können wie wir das heute tun.”
Þórdís Björt Sigþórsdóttir von der Umweltbehörde war ebenfalls beim Festakt anwesend. Die Mangerin für Naturschutz und Planung sagte, der Schutzstatus des Geysir sei etwas, mit dem die meisten Isländer einverstanden seien. Interessanterweise seien die Landsleute erstaunt, dass der Geysir bislang noch kein Naturschutzgebiet gewesen sei.

 

Taschendiebe an Geysir und Gullfoss

Mit schöner Regelmässigkeit kommt es vor, dass der Polizei in Südisland Taschendiebstähle an den Touristenhochburgen Gullfoss und Geysir gemeldet werden. Nun erhärtet sich der Verdacht, dass dort Diebe zusammenarbeiten und dass die Diebstähle organisiert verlaufen, berichtet RÚV.

Wir sehen, dass das passiert und haben Meldungen von Leuten bekommen, die sich an diesen vielbesuchten Touristenorten in Árnessysla aufhielten. Wir haben das mitverfolgt und versuchen, das einzugrenzen, aber das hat bisher nicht funktioniert,” sagt Oddur Árnasson, der Leiter der Polizei in Südisland.

Organisierter Taschendiebstahl war in Island bislang kaum bekannt gewesen. Oddur sagt, die ersten Anzeigen seien vor etwa einem Jahr eingegangen. Seitdem kämen sie regelmässig. Die Diebstähle laufen in einigen Fällen so ab, wie man das aus Europa kennt, wo das Opfer auf die ein oder andere Art abgelenkt wird. So werden Leute etwa beim Fotografieren ausgeraubt.

Die Diebe entledigten sich des Diebesgutes sehr schnell, sagt Oddur, daher sei es schwierig, sie zu ergreifen. Obwohl man alles versuche, die Vorgänge zu überwachen.

Es besteht der Verdacht, dass da zwei bis drei zusammenarbeiten, und dass das organisiert abläuft.”

Die Polizei empfiehlt, an vielbesuchten Orten gut auf die eigenen Sachen aufzupassen.