Gæsavatnaleið und Sprengisandur unbefahrbar

Die Hochlandpiste Gæsavatnaleið nördlich des Tungnafellsjökuls ist wegen steigender Flusspegel gesperrt worden, berichtet Vísir.
In einer Mitteilung der Polizeidirektion von Nordostisland heisst es ausserdem, dass die Hochlandpiste Sprengisandur unbefahrbar ist, weil im Fluss Hagakvísl nördlich von Nýjadalur der Wasserstand stark angestiegen ist. Gestern hatten in der Region bereits Fahrzeuge aus Flüssen gezogen werden müssen.

Am Morgen warnte die Polizei noch vor steigenden Flusspegeln und bat alle Reisenden, die auf dem Weg zur Askja seien darum, sich mit den Rangern in Drekagil in Verbindung zu setzen, weil die Wasserstände auch in kleineren Flüssen Anlass zur Besorgnis gäben. Gæsavatnaleið und Sprengisandur seien nur noch für schwere und besonders ausgestattete Geländewagen befahrbar.
Inzwischen heisst es in einer Facebookmitteilung der Polizeidirektion, beide Pisten seien vollkommen unbefahrbar.

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Auf der Gæsavatnaleið im Schmelzwasser steckengeblieben

Rettungsteams aus Nordisland hatten gestern per Hubschrauber ausrücken müssen, um eine ausländische Touristengruppe, die in sechs Geländewagen unterwegs war, aus den Schlammfluten der Flæðir nördlich des Vatnajökull zu retten. Die Fahrzeuge waren auf der anspruchsvollen Hochlandpiste Gæsavatnaleið in der Furt steckengeblieben, die Touristen hatten sich jeweils zu dritt auf das Dach ihres Fahrzeugs geflüchtet, wo sie auf die Retter aus der Luft warteten, berichtet RÚV.

Das ist ein spezieller Ort,” sagte der diensthabende Polizist auf der Wache in Húsavík. “Das ist kein echter Fluss da, das Wasser strömt unter dem Gletscher hervor. Es war in den vergangenen Tagen sehr heiss und hat getaut, und die Flæðir haben sich ausgebreitet und eine heftige Strömung entwickelt.”

Die Situaion sei dennoch nicht prekär gewesen. “Es ist immer grenzwertig, wenn ein Auto im Fluss feststeckt, aber die Fahrzeuge waren nicht in Bewegung geraten.”

Die Retter hatten es wegen der starken Strömung nicht gewagt, den Touristen auf dem Landweg zur Hilfe zu kommen, daher war der Hubschrauber angefordert worden, um die Sicherheit aller Beteiligten garantieren zu können.

Von Seiten der Polizei heisst es, die Touristen hätten sich auf einem markierten Weg befunden. Die Gruppe sei in Schwierigkeiten geraten, weil die Furt so wasserreich war und die Strömung unerwartet heftig. Sie hätten auf ihren Autodächern etwa zwei Stunden auf Hilfe geharrt, seien jedoch unversehrt.

Die Fahrzeuge müssen noch aus den Flæðir herausgezogen werden. Im Nachrichtenlink gibt es ein Video aus dem Hubschrauber zu sehen.