Westmännerinseln: Vier ATV in Brand geraten

fire, fire brigade

Die Feuerwehr auf den Westmännerinseln musste heute gegen 14 Uhr zu einem Löscheinsatz ausrücken, bei dem vier von sechs ATV-Gefährten auf dem Weg hinauf nach Stórhöfði in Brand geraten waren.
„Da hat alles gebrannt was brennen konnte,“ sagt Brandmeister Friðrik Páll Arn­finns­son. Die ATV-Fahrer hätten ihre Gefährte noch am Wegesrand abstellen können, niemand war bei dem Brand zu Schaden gekommen.

Es hatte sich um eine ATV-Ausflugsfahrt gehandelt. Bislang ist nicht bekannt, ob es sich um Inselbewohner oder Touristen gehandelt hat.
Die Löschbedingungen seien wegen des starken Feuers, der Rauchentwicklung und der grossen Hitze sehr schwierig gewesen, sagt Friðrik, zudem sei es nicht einfach gewesen, den Brandort am Südhang zu erreichen.
Dennoch seien die Löscharbeiten gut verlaufen und zahlreiche Feuerwehrleute hätten sich zum Einsatz gemeldet. „Wir sind so eine sogenannte Teilzeitmannschaft, wo die Feuerwehrleute aus ihrer Arbeit angelaufen kommen, und das war ein Grosseinsatz.“

Friðrik glaubt, dass der Brand durch einen Schaden im dritten der sechs ATV verursacht wurde, von dort aus seien die Flammen vom Wind angetrieben auf das jeweils nächste Gefährt übergesprungen.

Feuerwehr schickt Brandverursachern Rechnung für Löscheinsatz

Die Feuerwehr des südisländischen Bezirks Árnessýsla hat von der Befugnis Gebrauch gemacht, einem Brandverursacher die Kosten für den Löscheinsatz in Rechnung zu stellen, berichtet Vísir. „Der reine Arbeitslohn für so einen Löscheinsatz kann bis zu eine Million ISK betragen,“ gab der Leiter der Feuerwehreinheit an.

Auf Regen warten
In der vergangenen Woche hatte nur wenig gefehlt, dass ein ganzes Sommerhausgebiet ausserhalb von Borgarnes einem Feuer zum Opfer gefallen wäre, als ein Sommerhausbesitzer mit einer Motorsäge Bäume fällte und sich ein Feuer im trockenen Gras entwickelte. Der Feuerwehr gelang es gerade noch, den Brand zu löschen, bevor die Hausbesitzer davon eingeschlossen wurden.
Und das war nicht der einzige derartige Einsatz, sagt Löschmeister Pétur Pétursson. Leute auf dem Land hätten trotz der Trockenheit Gartenabfälle oder Holz verbrannt und dadurch Flächenbrände verursacht.
„Persönlich finde ich das vollkommen unverständlich, dass die Leute nicht mal warten können, bis es regnet,“ sagte Pétur in einem Radiointerview.
Bei dem Brand in Munaðarnes habe es sich um ein Unglück gehandelt, wo die Leute vor lauter Schaffensfreude alles vergessen. Die Verantwortung trage schlicht immer der, der das Feuer verursacht. Offenbar könne man nicht auf den gesunden Menschenverstand zählen und müsse sich überlegen, wie man die Leute abschrecke.

Teure Löscheinsätze
Das Gesetz erlaubt der Feuerwehr, die Einsatzkosten vom Brandverursache zahlen zu lassen, und Péturs Mannschaft hat davon schon Gebrauch gemacht. Da kommt schnell eine Million Kronen zusammen. Nur noch wenige Löschmannschaften beschäftigen Feuerwehrleute in Vollzeit, die meisten sind in Teilzeit dabei. Teilzeitkräfte werden für mindestens vier Stunden bezahlt, selbst wenn der Einsatz kürzer ist.
Die Brandgefahren werden jedoch nicht weniger. Pétur sagt, es sei eigentlich nur Glück, dass bislang noch kein Sommerhausgebiet vollständig abgebrannt ist, weil Gestrüpp und trockenes Gras leichte Beute für Feuer sind. Im Ausland komme das oft vor, und dort koste es auch Menschenleben. „Tödliche Realität,“ sagt er.
Er rät Häuslebesitzern daher, das Erdreich zu befeuchten, bevor man Arbeiten beginnt, bei denen Funken überspringen können. Auch nach Abschluss der Arbeiten sei es gut, noch einmal mit dem Gartenschlauch loszuziehen. Man könne nicht jeden Brand verhindern, aber gegen verantwortungsloses Verhalten könne man durchaus etwas unternehmen.

E-Scooter verursacht Wohnungsbrand Nr. 12 in diesem Jahr

Slökkvilið höfuðborgarsvæðisins bs / Facebook. Fire in Hafnarfjörður, August 20, 2023

In Hafnarfjörður ist in der vergangenen Nacht eine Wohnung vollständig ausgebrannt, vermutlich hatte der Akku eines ladenden E-Scooters den Brand ausgelöst, berichtet Vísir. Die Bereichsleiterin für Prävention bei der Feuerwehr beobachtet immer mehr Brände, die durch ladende E-Scooter verursacht werden.

Brandmeister Jón Viðar Matthíasson war bei den Löscharbeiten zugegen und sagt, die Feuersbrunst sei sehr stark gewesen. Der Putz sei von den Wänden geplatzt und ein Löschgerät habe den Brand nicht überstanden, und dazu bedürfe es schon einiges. Drei in der Wohnung befindliche Personen konnten über den Balkon im ersten Stock gerettet werden.

Aldís Rún Lárusdóttir, die Bereichsleiterin für Präventionsmassnahmen bei der Feuerwehr meint, die Löschkräfte hätten das Gefühl, dass solche Brände immer häufiger vorkämen.
“Wir haben jetzt angefangen, Zahlen zu sammeln und unsere Daten zu analysieren,” sagt Aldís. “Ersten Daten zufolge war das der 12. Grossbrand in diesem Jahr, der auf einen E-Scooter zurückzuführen ist.” Damit hätten die Zahlen sich verdoppelt, denn im letzten Jahr habe man nur fünf solcher Brände gelöscht.

Sie empfiehlt, die E-Scooter immer unter sicheren Bedingungen zu laden. In einem Mehrfamilienhaus sähe sie sowas am liebsten innerhalb eines feuersicheren Raumes, wie etwa dem Fahrradkeller. In Einfamilienhäusern eigne sich die Garage. Auf keinen Fall solle man seinen E-Scooter während des Schlafes laden, und wichtig sei auch ein Rauchmelder im Raum.

Elektroscooter verursacht Hausbrand in Reykjavík

Ein Haus im Osten Reykjavíks ist gestern vollständig zerstört worden, als Brandursache wurde ein an der Steckdose aufladender Elektroscooter identifiziert, berichtet RÚV. Das zweistöckige Holzhaus brannte bis auf die Grundmauern nieder. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.
Die Feuerwehr brauchte sechs Stunden, um die Flammen niederzukämpfen. Alle verfügbaren Mannschaften waren zum Einsatz gerufen worden. Vísir gegenüber berichteten Feuerwehrleute, es habe eine Explosion in dem Haus gegeben. Um den Brand schneller löschen zu können, hatten sie das Dach des Hauses mit einem Kranwagen abgetragen.

Dieser Brand ist nicht der erste in Island, der durch einen stromladenden Elektroscooter ausgelöst worden ist. Polizei und Feuerwehr hatten schon zuvor vor den Gefahren gewarnt, die das Aufladen eines Scooters im Haus mit sich bringt.

 

Grossbrand in Schweinestall, 600 Schweine gerettet

Bei einem Grossbrand in einer Schweinemastanlage im Norden Islands ist ein Teil des Gebäudes zerstört worden, etwa 200 Schweine sind bei dem Brand verendet, berichtet Vísir.
Feuerwehrmannschaften aus dem ganzen Bezirk Húnavatnssýsla rückten gegen sechs Uhr heute morgen aus, um das Feuer auf dem Hof Skriðuland im Langadalur zu löschen. Für 200 der Tiere kam die Hilfe zu spät, es gelang jedoch 500 bis 600 Tiere zu retten.

Das Feuer war im Dach zu sehen, als die Feuerwehr anrückte, berichtet Brandmeister Ingvar Sigurðsson. Man habe zwei Drittel des Stalles und die darin befindlichen bis zu 600 Schweine retten können. Eine feuerfeste Wand verhinderte die Ausweitung des Feuers. Die Feuerwehr konnte auch Löschfahrzeuge der Feuerwehr aus dem Skagafjörður nutzen, was den Löschbetrieb erleichterte.
Derzeit wird das verbrannte Dach abgetragen, um zu verhindern dass der Brand aufs neue entfacht. Vermutet wird ein technischer Defekt, der Vorfall soll jedoch polizeilich untersucht werden.

Grossbrand im Schweinstall, 600 Schweine gerettet

Bei einem Grossbrand in einer Schweinezuchtanlage im Norden Islands ist ein Teil des Gebäudes zerstört worden, etwa 200 Schweine sind bei dem Brand verendet, berichtet Vísir.
Feuerwehrmannschaften aus dem ganzen Bezirk Húnavatnssýsla rückten gegen sechs Uhr heute morgen aus, um das Feuer auf dem Hof Skriðuland im Langidalur zu löschen. Für 200 der Tiere kam die Hilfe zu spät, es gelang jedoch 500 bis 600 Tiere zu retten.

Das Feuer war im Dach zu sehen, als die Feuerwehr anrückte, berichtet Brandmeister Ingvar Sigurðsson. Man habe zwei Drittel des Stalles und die darin befindlichen bis zu 600 Schweine retten können. Eine feuerfeste Wand verhinderte die Ausweitung des Feuers auf andere Stallbereiche. Die Feuerwehr konnte auch Löschfahrzeuge der Feuerwehr aus dem Skagafjörður nutzen, was den Löschbetrieb erleichterte.
Derzeit wird das verbrannte Dach abgetragen, um zu verhindern dass der Brand aufs neue entfacht. Vermutet wird ein technischer Defekt, der Vorfall soll jedoch polizeilich untersucht werden.

Pornofilm in isländischem Krankenwagen untersucht

iceland ambulance

Die Herkunft eines pornografischen Films, der in einem isländischen Rettungskrankenwagen spielt, beschäftigt derzeit die Reykjavíker Feuerwehr, berichtet Fréttablaðið. Von Behördenseite heisst es, man nehme den Fall sehr ernst. Fréttablaðið zufolge war die Feuerwehr durch einen vertraulichen Hinweis von der Existenz des Videos unterrichtet worden. Herstellung und Verkauf von pornografischem Material ist in Island verboten.

Damit weckt der Fall Besorgnis in Bezug auf die allgemeine Sicherheit, und darüber, wie die für den Film verantwortlichen Personen eigentlich an den Krankenwagen gelangen konnten. In dem Film sieht man eine Frau als Patientin und einen Mann als Rettungssanitäter.

Aktuellen Informationen zufolge befand sich der Rettungswagen in der Feuerwache in Skógarhlíð. Es gab auch Hinweise, wonach der Film in einem Gebäude der Reykjavíker Feuerwehr aufgenommen wurde. In Skógarhlíð seien keine Überwachungskameras installiert, gab der stellvertretende Feuerwehrleiter Birgir Finnsson an. Das Gebäude werde nur von Feuerwehrleuten betreten und genutzt, so Birgir, und da laufe offensichtlich etwas, das man nun untersuche.

Der Vorfall hatte Empörung ausgelöst, vor allem weil ein Fahrzeug gewählt worden war, in welchem Kranken und Sterbende behandelt werden.
Die Sprecherin der Hauptstadtfeuerwehr, Ásdís Gísladóttir, sagte “Der Vorfall wird sehr ernstgenommen und wir bedauern, dass wir in diese Sache verwickelt worden sind.”

Höchste Feuerwehrleiter Islands schraubt sich 42 Meter hoch

Die höchste Drehleiter Islands ist in Akranes von der örtlichen Feuerwehr eingeweiht worden. Die Leiter schafft es auf 42 Meter und reicht damit bis ans Dach des höchsten Gebäudes der Stadt. Der Leiter der Feuerwehr bezeichnet die Anschaffung des Fahrzeugs als echte Revolution. Am Ende der Drehleiter befindet sich ein Fahrgastkorb für fünf Personen, berichtet Vísir.

„Die geht bis zum Ende, wie wir sagen. Sie braucht etwa 56 oder 57 Sekunden, vom Zeitpunkt wenn wir in den Korb steigen, bis sie ganz oben ist. Wir können Bahren mitnehmen, um Leute zu retten.“ erklärt Sigurður Þór Elísson, der Brandschutzexperte bei der Feuerwehr in Akranes. Die Drehleiter kann auch unterhalb des Fahrzeugs manövrieren, etwa wenn sie an der Kaimauer im Hafen benötigt wird.
“Mit der Leiter kommen wir nun an den Gebäuden hoch, die wir zuvor nicht hatten erreichen können, das schafft unglaublich viel Sicherheit für die Bewohner,” sagt Feuerwehrleiter Jens Heiðar Ragnarsson.

Bislang ist die Drehleiter zum Glück noch nicht zum Einsatz gekommen, aber für Übungen wird sie eingesetzt, und da stehen die Feuerwehrleute Schlange, um sich in den Himmel heben zu lassen.

Fahrzeug rutscht von der Kaimauer, zwei junge Männer auf der Intensivstation

Der Zustand zweier junger Männer, die gestern Abend in einem SUV am Kai Óseyrarbryggja in Hafnarfjörður ins Hafenbecken gestürzt waren, wird als ernsthaft bezeichnet. Nach Angaben der Polizei liegen die beiden auf der Intensivstation der Universitätsklinik. Der Zustand des dritten Mannes wird als den Umständen entsprechend beschrieben.

Um 21.07 Uhr gestern Abend war bei der Notrufhotline 112 ein Notruf eingegangen, dass das Fahrzeug der jungen Männer vom Kai gestürzt war. Zahlreiche Helfer, darunter fünf Taucher einer Spezialeinheit der Küstenwache, sowie Taucher der städtischen Feuerwehr, waren keine zehn Minuten später vor Ort. RÚV schreibt, dass der dritte junge Mann sich da bereits selbst aus dem versunkenen Fahrzeug hatte befreien können und auf den Kai gelangt war.

Um 21.38 Uhr waren alle Taucher und Verletzte aus dem Wasser gekommen.

In einer Mitteilung der Reykjavíker Polizei heisst es, dass der dritte Mann auf einer anderen Station der Klinik untergebracht sei. Mehr Informationen könne man derzeit nicht geben.

Die Freikirche in Hafnarförður war gestern Abend als Auffangstation geöffnet worden, wo Retter und Angehörige psychologischen Beistand durch ein Notfallteam des Roten Kreuzes erhielten. Heute Nachmittag findet dort eine Betstunde statt, die Kirche ist ab 16 Uhr geöffnet.

Das Hafengelände ist kameraüberwacht, und Lúðvík Geirsson, der Hafenmeister von Hafnarfjörður, gab Vísir gegenüber an, dass die Polizei bereits gestern Abend Zugang zu den Aufzeichnungen aus den Überwachungskameras erhalten habe.

Im Hafengelände war es zum Zeitpunkt des Unfalls sehr glatt gewesen, schreibt RÚV. Im Nachrichtenlink kann man die Bergungsarbeiten von letzter Nacht mitverfolgen.

Gefahr von Flächenbränden steigt nach langer Trockenheit

Klimawandel und neue Vegetation lassen grosse Wald- und Flächenbrände in Island wahrscheinlicher werden als bisher, sagte Björn Karlsson, der Leiter der isländischen Baubehörde. Dem Justizministerium liegt ein Vorschlag der Behörde vor, Flächenbrände in die Einsatzszenarien des Zivilschutzes aufzunehmen, berichtet Vísir.is

Bedingt durch die grosse Trockenheit hatte der Zivilschutz die Ungewissheitsstufe ausgerufen, vor allem in Sommerhausgebieten wie Skorradalur und in Grímsnes herrscht derzeit grosse Brandgefahr.

Der Gemeindedirektor des Skorradalur sagte in den Mittagsnachrichten gestern, die Gemeinden müssten angesichts der Situation die Finanzierung ihrer Löschtruppen überprüfen. Sein Bezirk denke auch über die Anschaffung von Löschbomben nach.

Die Küstenwache besitzt eine solche Löschbombe und hat sie bei Übungen in Island bereits eingesetzt. Normalerweise kommen bei Waldbränden Hubschrauber und Flugzeuge mit dieser Ausrüstung zum Einsatz.

Die Gemeinden tragen Verantwortung bei der Durchführung der Aktionen. Sie leiten die Löschtrupps, sie betreiben die Feuerwehr und sie kaufen die Ausrüstung für Löschmannschaften,” sagt der Leiter des Bauamtes.

Aktionspläne und Risikogutachten liegen bereits vor. Pétur Pétursson, der Leiter der Feuerwehr im Bezirk Árnessýsla in Südisland, weist darauf hin, dass die Leute grosse Verantwortung tragen.

Bin ich Raucher? Werfe ich die Zigarette achtlos weg? Benutze ich einen Kohlegrill, oder Einmalgrill? Verbrenne ich Müll? Was bei solchem Wetter natürlich absolut inakzeptabel ist. Unsere Verantwortung als Einzelne ist sehr gross. Wer soll denn sonst auf uns aufpassen, wenn nicht wir selber?”
Bei Feuer gilt in Island wie bei allen anderen Notfällen die Rufnummer 112.