Grímsey-Fähre geht ab 7. Juni in Betrieb

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Die Sommertrips zur Insel Grímsey scheinen gerettet: nachdem Touristen ihre Unterkunft hatten canceln müssen, weil sich die Fähre Sæfari auf dem Trockendock befand, soll der Fährverkehr nun ab dem 7. Juni losgehen, berichtet RÚV.

Die isländische Strassenverwaltung Vegagerðin fungiert dann auch als Betreiber der Fähre. Eigentlich hatte es Mitte April eine Ausschreibung für den Fährbetrieb geben sollen, nachdem der Vertrag mit Samskip am 31. März ausgelaufen war. Der neue Vertrag hätte bis 1. September gegolten, und es war Wunsch der Strassenverwaltung gewesen, dass die Reederei auch weiterhin die Fähre betreibt. Doch bei Samskip hatte man keine Kapazitäten und für eine Ausschreibung war die Zeit dann zu knapp. Daher wurde sie kurzerhand ausgesetzt, stattdessen betreibt nun die Strassenverwaltung das Fährschiff.
Um die in allen Wettern erfahrene Mannschaft zu halten, wurde sie bis zum Jahresende vertraglich gebunden. Im kommenden Somer soll dann eine reguläre Ausschreibung für den Fährbetrieb stattfinden.

Die Sæfari hatte sich seit Anfang April zur Überholung auf dem Trockendock befunden. Aus den veranschlagten sechs Wochen wurden zehn, weil allerhand unerwartete Reparaturen hatten durchgeführt werden müssen. Am kommenden Wochenende soll die Fähre dann fertiggestellt sein und ab Mittwoch den 7. Juni ihren Betrieb zwischen dem Festland und Grímsey aufnehmen.
Die Inselbewohner wird es freuen. Vor einigen Tagen hörte man von der Insel, das es dem Papageitaucherbestand dort im Vergleich zu anderen Regionen sehr gut gehe und man ihn dieser Tage überall auf der Insel zu sehen bekäme.

 

Fährenreparatur bremst Saison auf Grímsey aus

Der Tourismus auf der Insel Grímsey liegt am Boden, weil sich die Fähre immer noch auf der Werft befindet. Seit März lag die Sæfari im Trockendock, und hätte eigentlich Anfang Mai ihren Betrieb aufnehmen sollen, doch immer wieder hatte man eine Inbetriebnahme verschieben müssen.
Die Tourimusbranche auf der Insel trifft das schwer, berichtet Vísir.
“Bislang sind keine Touristen gekommen und die Leute haben Buchungen gecancelt, die Gästehäuser mussten das Ged zurückzahlen,” sagt Svafar Gylfason, der ein Restaurant samt Gästehaus auf der Insel betreibt. Die Saison auf der kleinen Insel am Polarkreis ist ohnehin nicht lang, aber sie hätte längst beginnen können – wenn es denn eine Fähre geben würde.
“Letztes Jahr im Mai ist es bei uns richtig gut gelaufen. Aber wenn sich das jetzt noch bis in den Juni reinzieht, dann verursacht uns das einen Riesenschaden,” sagt Svafar.

Betrieben wird die Fähre von Samskip, sie befindet sich jedoch im Besitz der isländischen Strassenverwaltung Vegagerðin. Svafar meint, die Reparaturen hätten man wohl besser zu einer anderen Zeit vornehmen sollen als ausgerechnet zu Beginn der Touristensaison. “Man versteht das nicht, dass diese Reparaturen nicht zu einer anderen Zeit durchgeführt wurden, wenn es keine Touristen gibt. Im November oder Dezember etwa gibt es hier nur sehr wenig zu transportieren.”
Viele Touristen hätten schon vor langer Zeit gebucht. Jetzt bestehe Gefahr, dass alle absagen, die im Sommer nach Grímsey kommen wollten. “Wir haben richtig Angst, dass deswegen weniger Touristen kommen. Die können ja nicht mal eine Fährfahrt buchen.”

 

500 Norröna-Reisende sitzen in Seyðisfjörður fest

Um die 300 Besucher von den Färöerinseln, sowie gut 100 Fährgäste der Fähre Norröna sitzen im Hafenstädtchen Seyðisfjörður fest, weil in der Stadt, vor allem aber auf der Bergstrasse Fjarðarheiði, ein Unwetter tobt. Die Fähre verlässt erst morgen abend wieder den Hafen, berichtet Vísir.
Das Schiff hatte heute mit etwa 500 Passagieren angelegt, verteilt auf 5 grosse Reisebusse und 80 Privatfahrzeuge. Als nach Angaben von Hafenmeister Rúnar Gunnarsson alle von Bord gegangen waren, war klar, dass das Unwetter auf der Fjarðarheiði – die Strasse die alle nehmen müssen, egal wohin ihre Reise führt – keinen Verkehr zulassen würde.

Minikreuzfahrt heute: einmal durch Seyðisfjörður
Viele der Passagiere seien Reisende auf sogenannter ‘Minikreuzfahrt’, erzählt Rúnar. “Die gehen bei uns in Dänemark oder auf den Färöerinseln an Bord und dann auf eine Rundfahrt. Das sind diesmal um die 300 von den Färöerinseln und 100 Deutsche.” Die Tagestouristen sind in den Bussen unterwegs. Manche wollten sich Stuðlagil anschauen, andere hatten das Badezeug dabei und wollten in die Vök-Lagune nach Egilsstaðir. Doch aus der Tagestour ist nichts geworden, statt Island konnten die Leute sich Seyðisfjörður anschauen und auf dem Schiff Schutz vor den Sturmböen suchen, berichtet RÚV.

300 Leute von den Färöerinseln klingt jetzt nicht besonders viel. Die Bewohnerzahl der Inselgruppe beträgt allerdings nur 54.000, damit befinden sich ein halbes Prozent der färöischen Bevölkerung heute Nacht in Island. In Seyðisfjörður leben 669 Einwohner. Die 300 Färinger machen damit heute Nacht 28% der Bevölkerung aus, und die Deutschen immer noch neun Prozent.

Man gibt sich alle Mühe, es den Gestrandeten so bequem wie möglich zu machen. Für die Wohnmobile etwa wurde auf dem Campinplatz der Schnee extra geräumt, damit die Touristen an die Steckdosen kommen.
“Die Leute aus Seyðisfjörður sind sehr gastfreundlich, und wir nehmen alle mit offenen Armen auf, ob sie hier wegkommen oder nicht,” meint Rúnar. “Aber das zeigt ja auch den Bedarf für ein Loch im Berg [ein Tunnel]. Das sind vor allem wir, die in Schwierigkeiten geraten. Wenn man hier durch den Berg kommen würde, müsste niemand hier festhängen.”

 

Grímseyfähre in der Werkstatt und kein Ersatz in Sicht

Grímsey

Die Fähre, die die Insel Grímsey im Norden Islands mit dem Festland verbindet, wird für sechs bis acht Wochen ausser Betrieb sein, weil sie in der Werft überholt werden muss, berichtet RÚV. Bis jetzt ist für die 53 Inselbewohner noch keine Transportalternative in Aussicht, weder für Personen noch für den Warenverkehr.

Grímsey gehört zur Kommune Akureyri. Der Stadtrat hatte die Situation bereits kritisiert und der isländischen Strassenverwaltung, die die Fähre besitzt und betreibt, vorgeworfen, die Inselbewohner nicht über die drohende Situation aufgeklärt zu haben.
“Die Sache ist die, dass die Fährverbindungen wie die Ringstrasse sind, und wir würden es natürlich nicht akzeptieren, wenn eine Gemeinde auf dem Festland von der Hauptverkehrsader abgeschnitten werden würde,” sagt Stadtratsmitglied Halla Björk Reynisdóttir. Die Fähre wird nicht nur für den Personentransport benutzt, sondern auch für Versorgungsgüter, und den Fisch, den die Fischer von Grímsey fangen.

Sólveig Gísladóttir von der Strassenverwaltung gab an, ihre Behörde arbeite an einer Lösung, die Ende der Woche den Bewohnern vorgelegt werden soll.
Die Grímseyaner verlangen schon lange ein neues Fährschiff. Sæfari, wie die aktuell verkehrende Fähre heisst, sollte eigentlich nur 10 Jahre in Betrieb sein, aus den 10 Jahren sind jedoch 15 geworden. Die Überholung, die für Apil und Mai geplant ist, soll dem Schiff ein paar Betriebsjahre mehr verschaffen.

Norræna macht ab 2023 Winterpause

Die Fähre Norræna, die zur Zeit noch ganzjährig zwischen Dänemark und Island mit Zwischenstop auf den Färöerinseln verkehrt, wird ab dem kommendne Jahr eine Winterpause einlegen, berichtet RÚV. Wie einer Meldung des Senders Kringvarp auf den Färöerinseln zu entnehmen ist, hat die Reederei Smyril Line beschlossen, dass die letzte Winterfahrt am 22. November 2023 stattfindet. Am 20. März 2024 sticht die Norræna dann wieder in See.
Als Grund für die Winterpause gibt die Reederei an, man wolle den Schiffsdieselverbrauch senken. Smyril Line betreibt auch Frachtschiffe, und die werden zukünftig die Winter über Seyðisfjörður einmal wöchentlich anlaufen.

Die Norræna wird weiterhin den Passagierverkehr zwischen Dänemark und den Färöerinseln bedienen, nur Island fällt aus dem Winterfahrplan raus.
Auch weitere Massnahmen zur Reduzierung des Treibstoffverbrauchs sind geplant, unter anderem soll die Fähre langsamer fahren und dafür kürzer in den Häfen verweilen.

Infektionskurve besorgniserregend, Maskenpflicht auf der Fähre

face mask

Gestern sind in Island 17 neue COVID-Fälle festgestellt worden, bei denen Leute sich innerhalb der Bevölkerung angesteckt haben. Nur in einzelnen Fällen haben sich die Personen bereits in Quarantäne befunden, berichtet RÚV. Drei Personen wurden an der Grenze positiv getestet.
Einige der Infizierten müssen nach Angaben von Víðir Reynisson, dem Leiter des isländischen Zivilschutzes, möglicherweise ins Krankenhaus eingewiesen werden. Er bewertet die derzeitige Situation nicht als Gruppeninfektion, sondern als neue Epidemie.

Auch ein Polizist wurde in Reykjavík positiv getestet, 13 seiner Kollegen mussten daraufhin in Quarantäne, und fünf Kollegen befinden sich in Quarantäne, bis das Ergebnis kommt.

Die vielen neuen Fälle innerhalb der Bevölkerung seien besorgniserregend, zumal sie zum Grossteil eine Folge des Volksfestes am gerade vergangenen Kaufmannswochenende auf den Westmännerinseln sind, wo Leute vom Festland zum Feiern hingefahren waren. Inzwischen befinden sich 48 Bewohner der Inseln in Quarantäne.

Immer mehr Fälle auf den Färöerinseln
Ähnliches ist auf den Färöerinseln passiert, dort breitet sich die Pandemie mit beängstigender Geschwindigkeit aus, berichtet RÚV. In den vergangenen Tagen sind dort 54 neue Fälle festgestellt worden, und allein gestern zusätzliche 38 Fälle. Nicht alle der gestern entnommenen 900 Proben sind bislang ausgwertet worden, und vor den Teststationen hatten sich lange Warteschlangen gebildet.
Auf den Färöerinseln hatte es drei Monate lang keinen COVID-Fall gegeben. Der Leiter des dortigen Gesundheitsamtes geht davon aus, dass die Infektionskette beim Volksfest Ólafsvaka Ende Juli in Gang gesetzt worden war.

Maskenpflicht auf der Fähre
Auf der Fähre Norröna werden die Seuchenschutzmassnahmen nun verschärft. Alle Fahrgäste müssen einen Mund-Nasenschutz überall dort tragen, wo die Zweimeter-Abstandsregel nicht eingehalten werden kann. Die Entscheidung ist nach Angaben von Geschäftsführerin Linda Gunnlaugsdóttir heute morgen gefällt worden.
In Seyðisfjörður hatte die Maskenpflicht bereits bei Ankunft und Abfahrt bestanden, viele Fahrgäste hätten ihre Maske aber auch auf den Färöerinseln bereits vor Aufkommen der vielen Fälle dort benutzt, sagt Linda.

Die Beschäftigten auf der Fähre müssen ihre Maske nun immer tragen, dürfen nicht mehr zusammen die Mahlzeiten einnehmen und werden zweimal die Woche getestet. Linda zufolge sei man bei Smyrillline sehr wachsam und jederzeit bereit, weitere Massnahme zu ergreifen, oder auch vermehrt ab Bord zu testen, wenn dies nötig erscheine.
Bislang hatte es an Bord der Fähre drei positive Fälle gegeben, die Personen waren sofort mit ihren Mitreisenden isoliert worden.