Mýflug bedient subventionierte Flüge nach Húsavik und Heimaey

Die isländische Strassenverwaltung hat mit der Fluggesellschaft Mýflug einen Vertrag über Linienflugverbindungen zwischen Reykjavík, den Westmännerinseln und Húsavík geschlossen. Das Abkommen gilt vom 1. bis 31. März, Mýflug bedient dann viermal die Woche die Flugverbindung zwischen Heimaey und der Hauptstadt, sowie zwischen Húsavík und der Hauptstadt.
Buchungen erfolgen nach den gleichen Regeln wie bisher, das heisst dass Personen mit Wohnsitz auf dem Land einen staatlichen Zuschuss beantragen können.
Für die Flüge kommen eine neunsitzige Beechcraft King Air B200 und eine 19-sitzige Jetstream 32 zum Einsatz.

Die Flugverbindung wird vom Staat subventioniert, um einen zeitlich begrenzten Mindesttransportservice für diese Strecken zu garantieren, die ausserhalb der Touristensaison weniger genutzt werden. Die Flugverbindung ist jedoch für Einwohner der Regionen wie für das Arbeitsleben wichtig.
Zuvor war die Fluggesellschaft Ernir vom Flughafen Húsavík aus geflogen. Verträge mit dem Staat waren jedoch ausgelaufen und nicht erneuert worden. Ernir stellt zum Monatsende seinen Betrieb ein.

 

Flugverbindung zwischen Húsavík und Reykjavík für den Winter gesichert

Die Flugverbindung zwischen der nordisländischen Stadt Húsavík und Reykjavík wird auch den Winter über aufrecht erhalten, nachdem ein Vertrag zwischen der Fluggsesllschaft Ernir und der isländischen Strassenverwaltung zustandegekommen ist. berichtet RÚV.
In einer Mitteilung der Fluggesellschaft heisst es, dass pro Woche fünf Flüge in die Hauptstadt angeboten werden. Buchungen stehen mindestens bis Ende Februar zur Verfügung. In den kommenden Wochen soll sich dann entscheiden, ob es auch nach dieser Zeit Linienflüge geben wird.
Ernir zufolge gibt es für die Flugverbindung einen hohen Bedarf, sowohl für die Allgemeinheit, als auch für Unternehmen, Insitutionen oder den Tourismus.

Húsavík ist für den gesamten Nordosten Islands infrastrukturelles Zentrum mit eigenem Krankenhaus. In Island dient der Inlandsflugverkehr als eine Art Taxi, vor allem in den Wintermonaten, wenn eine Autofahrt in die Hauptstadt noch zeitaufwändiger, schwieriger und bisweilen unmöglich ist. Man kann bequem an einem Tag und hin und zurückfliegen, ohne eine Übernachtung in Reykjavík buchen und Urlaubstage nehmen zu müssen.
Viele Einheimische nutzen daher die Flüge für wichtige Termine wie Arztbesuche oder ähnliches. Der nächste Flughafen für Tagesflugverbindungen befindet sich in Akureyri. Für Einheimische mit registriertem Wohnsitz auf dem Land subventioniert der Staat drei Hin-und Rückflüge in die Hautstadt pro Jahr.

Transplantationspatient kam nicht zur OP, weil kein Flugzeug bemannt war

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Ein isländischer Transplantationspatient konnte nicht nach Schweden zur OP geflogen werden, weil keine Besatzung für den Krankentransportflug zur Verfügung stand, berichtet Vísir. Die Klinikleitung der Universitätsklinik Landspítali gab an, ein solcher Vorfall dürfe sich nicht wiederholen.

Der Patient hatte vor einer Woche gegen Mitternacht die Mitteilung erhalten, dass eine Spenderleber gefunden sei, und dass er sich schnellstmöglich zur OP in Schweden einzufinden habe. Doch was gut begann, endete alles andere als glücklich, denn gegen Morgen wurde ihm mitgeteilt, dass man für das Krankentransportflugzeug keine Mannschaft habe finden können, weswegen er es nicht zur lebensrettenden Operation schaffte.

Die isländische Krankenversicherung kümmert sich um die Verträge rund um den Krankenflugtransport, die Fluggesellschaft Ernir fliegt solche Auslandseinsätze und Mýflug bedient den Inlandsmarkt für Krankenlufttransporte.
“Wir haben Verträge mit diesen beiden Unternehmen darüber, dass diese Flüge absolute Priorität vor allen anderen Flügen geniessen, aber in diesem Fall war es nicht möglich, eine Mannschaft für das Flugzeug bereitzustellen,” sagte Sigurður Helgi Helgason, der Direktor der isländischen Krankenversicherung.
Mit der Fluggesellschaft Norlandair gibt es zwar ein Abkommen, aber in jener Nacht keinen Flug. Das Flugzeug der Küstenwache hatte sich ausser Landes befunden. Auch im Ausland habe man erfolglos nach einer Flugmöglichkeit gesucht, so Sigurður.

Flug hakte an nicht-vorhandener Besatzung
Von Seiten der Uniklinik hiess es, der Vorfall sei schwerwiegend und man erachte es als dringend, die Bemannung solcher Flüge unter allen Umständen zu sichern. Es gehe um die Interessen der Patienten. Ein solcher Vorfall dürfe sich nicht wiederholen. Bislang seien die Transporte stets möglich gewesen und man habe Probleme wie dieses stets in irgendeiner Form lösen können.

Auf Anfrage von Vísir hiess es bei Ernir, man bedauere den Vorfall, man habe alles versucht, den Patienten rechtzeitig nach Schweden zu transportieren. Es gebe jedoch kein Abkommen darüber, dass ein Flugzeug samt Besatzung Tag und Nacht zur Verfügung stehen muss. Der Vorfall sei ein Einzelfall, die Fluggesellschaft fliege Patienten seit etwa zehn Jahren zwei bis dreimal pro Monat ins Ausland. In der Regel könne man zwei bis drei Stunden nach dem Anruf abfliegen.

“Für eine Flugbereitschaft rund um die Uhr benötigt man mehr als eine Besatzung, und wahrscheinlich mehr als zwei, und damit sind grosser Aufwand und Kosten verbunden, aber natürlich kann man alle Möglichkeiten prüfen,” so Sigurður. “Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert, ist nicht besonders hoch, und die Wahrscheinlichkeit, dass das wieder passiert, ist auch nicht hoch.” Man wolle den Fall ganz genau prüfen und nach Wegen suchen, um sicherzustellen dass Patienten geflogen werden können.