Miesmuscheln im Hvalfjörður nicht zum Verzehr geeignet

Hvalfjörður mussels

Die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsbehörde MAST warnt vor dem Sammeln von Miesmuscheln im westisländischen Hvalfjörður, weil die DSP verursachenen Muschelgifte den kritischen Grenzwert überstiegen haben.
Diarrhetic shellfish poisoning (DSP) ist eine Vergiftung, die durch Toxine in Muscheln hervorgerufen wird. Die Toxine werden meist von einzelligen Algen produziert und reichern sich im Muschelgewebe bzw. der Nahrungskette an. Sie werden nicht durch Kochen inaktiviert.
Die DSP- Vergiftung äussert sich in Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Symptome treten kurz nach dem Verzehr auf und dauern einige Tage an.

Behördenvertreter hatten am 22. September Muscheln am Fluss Fossá im Hvalfjörður gesammelt, um herauszufinden, ob die Bevölkerung Muscheln in dem Fjord sammeln kann. Bei der Schadstoffmessung wurde eine Muschelgiftmenge von 1150 mg pro Kilogramm Muscheln gefunden. Der Grenzwert liegt bei 160 mg/kg.
Die Verbraucher werden daher vor dem Verzehr von Muscheln aus dem Hvalfjörður gewarnt. MAST überwacht die Toxinlage weiter und will melden wenn der Miesmuschelverzehr wieder unbedenklich ist.