Fussball: Nationalspieler wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt Skip to content

Fussball: Nationalspieler wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt

Der Nationalfussballer Albert Guðmundsson wird wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt. Albert war der Tat schon im vergangenen Jahr beschuldigt worden, der Bezirksstaatsanwalt hatte das Verfahren jedoch im Februar diesen Jahres eingestellt. Jetzt geht die Angelegenheit auf Betreiben der Oberstaatsanwaltschaft vor Gericht. Eine Verurteilung gilt als wahrscheinlich, berichtet RÚV.

Berufung mit Erfolg eingelegt
„Ich kann bestätigen, dass der Oberstaatsanwalt Revision verlangt hat,“ sagte Eva Bryndís Helgadóttir, die Anwältin der Frau, die Albert im letzten Jahr wegen Missbrauchs angezeigt hatte. Der Bezirksstaatsanwalt musste daher den Fall erneut aufnehmen und Anklage gegen den Fussballspieler erheben.
Erst im Februar hatte der Bezirksstaatsanwalt den Fall nach einer Untersuchung zu den Akten gelegt, weil er nicht davon ausging, dass es zu einer Verurteilung kommen werde. Gegen diese Entscheidung hatte Eva Bryndís Berufung eingelegt, mit Erfolg. Wann der Fall jedoch verhandelt werde, weiss sie nicht. „Der Fall geht jetzt seinen Weg durch das Gerichtssystem. Eine Anklageschrift muss noch veröffentlicht und bestätigt werden, und es man kann nicht sagen, welcher Zeitplan da gilt.“

Ungewiss ob KSÍ informiert war
Eva Bryndís weiss auch nicht, ob der isländische Fussballverband KSÍ von der neuen Entscheidung des Bezirksstaatsanwalts unterrichtet war. Der beschuldigte Spieler ist zumindest nicht für die nächsten Spiele der Nationalmannschaft im Juni aufgestellt worden.
„Dies wird unter Berufung auf die Glaubwürdigkeit [des Opfers] gerechtfertigt und damit begründet, dass der Fall voraussichtlich zu einer Verurteilung führen wird.“ Im vergangenen Jahr hatte es noch gehiessen, eine Verurteilung des Spielers gelte als nicht wahrscheinlich. „Nun, dieses Ergebnis hat sich völlig umgekehrt.“ sagt Eva Bryndís.

Albert spielt seit zwei Jahren beim italienischen Fussballclub Genua, davor war er in Holland bei den Fussballclubs von Alkmar und Eindhoven unter Vertrag gewesen. Seit Bekanntwerden des Sexualdeliktes im letzten Jahr hatte Albert nicht mehr für Island spielen dürfen, mit der Ausnahme eines Freundschaftsspiels im März, doch da hatte die Entscheidung des Bezirksstaatsanwaltes, den Fall niederzuelegen, noch Bestand gehabt.

 

 

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