Zollfreier Fleischimport aus Ukraine durch Parlament und Genossenschaft beendet Skip to content
Photo: Dagmar Trodler.

Zollfreier Fleischimport aus Ukraine durch Parlament und Genossenschaft beendet

Bei der Hauptversammlung der Genossenschaft Kaupfélag Skagfirðinga (KS) am 6. Juni ist der Vorstand per Resolution angewiesen worden, keine ausländischen Agrarprodukte mehr zu importieren. Der Beschluss kam zeitgleich mit der Entscheidung des Parlaments, die zollfreie Einfuhr von ukrainischem Fleisch zu beenden, berichtet Vísir.
Die Entscheidung ist besonders bemerkenswert im Bezug auf letzteres, dass nämlich Parlamentsabgeordnete die Ausnahmeregelung für den zollfreien Import von Agrarprodukten aus der Ukraine nicht verlängern wollen. Diese Ausnahmegenehmigung war eine der Hauptmöglichkeiten der Isländer gewesen, die Ukraine zu unterstützen. Eine ganze Reihe Abgeordneter war ans Redepult getreten und hatte ihrer Enttäuschung über den Beschluss Luft gemacht. Zuvor hatten der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes sowie Abgeordnete der Reformpartei angegeben, Interessensvertreter aus der Landwirtschaft hätten Druck ausgeübt und damit eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigung verhindert.

Inländische Produktion stärken
KS-Genossenschaftsdirektor Sigurjón R. Rafnsson sagte, der Beschluss der Hauptversammlung sei eine klare Botschaft dazu, wofür die Genossenschaft und ihre Tochtergesellschaften stünden. Das Ziel müsse sein, die inländische Fleischproduktion zu erhöhen.
„Island sollte alle seine Fleischerzeugnisse nach Möglichkeit selber produzieren, so wie das aus Norwegen bekannt ist, wo der inländische Produktonsanteil bei über 90 Prozent liegt. Wir haben die Bodenqualität, das Wasser und die Kapazität zur Mehrproduktion. Aber um dieses Ziel zu erreichen, muss die Regierung mit mehr Unterstützug dazukommen. Die Unterstützung der isländischen Landwirtschaft ist gefährlich gering, im Vergleich zur Unterstützung in Europa, und die Produktionszentren können die Lücke alleine nicht schliessen,“ zitiert das Bændablaðið Sigurjón.

In einem weiteren Beschluss wurde der Vorstand aufgefordert, dafür zu sorgen dass Genossenschaft und Tochtergesellschaften keine Agrarprodukte verkaufen, deren Herkunft nicht ganz klar erkennbar und und auf der Verpackung ausgezeichnet ist. Eine dritte Partei müsse die Erzeugnisse aus der Schlachtung als isländisch zertifizieren.
Schliesslich wurde ausdrücklich betont, dass der Genossenschaftvorstand und die Geschäftsführer der Konzerngesellschaften ihren Einlegern, also den Landwirten, helfen sollen, ihre Arbeitsbedingungen bestmöglich zu gestalten und danach zu streben, für die Agrarprodukte eine möglichst hohe Rendite an die Landwirte auszuzahlen.

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