Wohnraum für Grindavíker: Regierung geht gegen Steuerbetrug bei AirBnB vor Skip to content
Reykjavík, Laugardalur
Photo: Reykjavík.

Wohnraum für Grindavíker: Regierung geht gegen Steuerbetrug bei AirBnB vor

Die Wohnungsnot der evakuierten Bewohner von Grindavík stellt eine der grossen Herausforderungen für Staat und Behörden in diesen Tagen dar. Zu Wochenbeginn hatte die Regierung angekündigt, an einem Erlass zu arbeiten, wonach der Staat die zerstörten Behausungen aufkaufen wolle. Mit näheren Informationen und dem konkreten Erlass ist nicht vor Anfang Februar zu rechnen.

AirBnB fliegt unter dem Steuerradar
Ein weiteres Standbein zur Linderung der Wohnungsnot von Evakuierten soll die Besteuerung von AirBnB Immobilien sein, berichtet RÚV. Bei einer Kabinettssitzung gestern war die Kurzzeitvermietung an Touristen in den Fokus geraten. Kultus- und Wirtschaftsministerin Lilja Alfreðsdóttir sagte, diese Vermietung sei eigentlich eine kommerzielle Aktivität, wie jederman wisse, und wo in einigen Stadtteilen Reykjavíks ganze Häuserblöcke im Einsatz seien.

„Wir werden dies als Gewerbe bewerten, sodass die Steuern auf diese Vermietung steigen.” kündigte Lilja an.  “Wir werden die kurzfristigen Vermietungen mehr überwachen und die Leute ermutigen, ihre Einkünfte anzugeben, andernfalls werden wir die Geldstrafen erhöhen“, sagt Lilja Alfreðsdóttir.
Bei diesen Maßnahmen gehe es vor allem darum, möglichst viel Wohnraum zum Verkauf oder zur Miete aufzuspüren.

Hoher Anteil an Kurzzeitwohnraum
In Island gebe es im Verhältnis mehr Wohnraum in Kurzzeitvermietung als an vielen anderen Orten, und jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, eine Aktivität anzugehen, die eigentlich ein kommerzieles, steuerpflichtiges Gewerbe ist, erklärte die Ministerin.
Wer seine Wohnung vorübergehend und befristet vermietet, soll nicht in Betracht gezogen werden. „Aber wir erhalten so einen besseren Überblick darüber, was da eigentlich reale, kommerzielle Aktivität ist.“ sagt Lilja. Diese Maßnahmen verliehen den Kommunen dann auch mehr Macht und Mitspracherecht bei der Siedlungs- und Stadtteilentwicklung.
Lilja Alfreðsdóttir will in Kürze ihre Tourismuspolitik bis zum Jahr 2030 vorstellen.

 

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter

Recommended Posts