Walfang: Hvalur hf. erhebt Klage auf Schadensersatz Skip to content
whaling Hvalur hf
Photo: A whale at Hvalur hf.’s whaling station.

Walfang: Hvalur hf. erhebt Klage auf Schadensersatz

Islands einziges kommerzielles Walfangunternehmen Hvalur hf. fordert, dass der isländische Staat den Mitarbeitern des Unternehmens für die Zeit, in der vergangenen Sommer das Walfangverbot gültig war, entgangene Löhne zahlt. Dies geht aus einer Klageschrift hervor, die Hvalur an die Staatsanwaltschaft geschickt hat, berichtet RÚV.

Entgangene Löhne und Schadensersatz
In der Klageschrift heißt es, dass das Unternehmen aufgrund der Entscheidung von Fischereministerin Svandís Svavarsdóttir, den Walfang vorübergehend zu verbieten, erhebliche Einkommens- und finanzielle Verluste erlitten habe.
Die Forderung wurde an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, nachdem der parlamentarische Ombudsmann zu dem Schluss gekommen war, dass die Entscheidung der Ministerin über die vorübergehende Aussetzung des Walfangs im Sommer 2023 keine hinreichend klare Gesetzesgrundlage gehabt habe.
Das Verbot war am 20. Juni 2023 in Kraft getreten und hatte bis zum 1. September 2023 gegolten.

In der Klageschrift beschwert Hvalur hf. sich beim Ombudsmann über die Vorbereitung und Einführung der Verordnung, die dazu führte, dass die Jagd auf Wale im Sommer 2023 nicht hatte beginnen können. Aufgrund des finanziellen Verlustes, der dem Unternehmen durch den Fall entstanden sei,  habe das Unternehmen einen Schadensersatzanspruch gegenüber der isländischen Regierung.

Aussergerichtliche Schätzung
Man könne jedoch die Ausgaben abziehen, die in der Zwangspause eingespart wurden, wie etwa Arbeitskosten und andere variable Kosten.
Hvalur hf. führt den Standpunkt der Gewerkschaft von Akranes an, wonach die Mitarbeiter für die Zeit der Zwangspause dennoch Lohnansprüche an das Unternehmen hätten. Gleiches hatte zuvor auch der Verband der Schiffskapitäne verlauten lassen.
Hvalur hf. sei daher der Auffassung, dass die isländische Regierung den Mitarbeitern des Unternehmens und den Anteilseignern entsprechend ihres Einkommensverlustes eine Entschädigung zahlen sollte. Das Unternehmen schlägt für die Berechnung der Summe eine aussergerichtliche Schätzung vor, die jedoch weder für das Unternehmen noch für die isländische Regierung bindend sei.

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