Verkehrswegeplan macht Schluss mit Bergstrassen und einspurigen Brücken Skip to content
Bárðardalur, malarvegur, road
Photo: Dagmar Trodler, Bárðardalsvegur.

Verkehrswegeplan macht Schluss mit Bergstrassen und einspurigen Brücken

Im Diskussionsportal der Regierung liegt seit heute ein Vorschlag von Infrastrukturminister Sigurður Ingi Jóhannsson zum Verkehrswegeplan vor. Demnach sollen in den kommenden 15 Jahren 909 Milliarden ISK für den Ausbau der isländischen Verkehrswege ausgegeben werden, darunter fallen auch der Ausbau von Flughäfen und die Beseitigung von einspurigen Brücken auf der Ringstrasse, berichtet Vísir.
Eine Prioritätsliste für Tunnel umfasst 14 Tunnelprojekte in den kommenden 30 Jahren, der Tunnel unter der Fjarðarheiði liegt dabei an erster Stelle. In Reykjavík soll die Hafentangente Sundabraut bis zum Jahr 2031 fertiggestellt werden. Der Vorschlag als Ganzes lege einer Mitteilung des Ministeriums zufolge Wert auf Sicherheit im Verkehr, kürzere Wegstrecken, die Anbindungen von Siedlungskernen und Klimafragen.

Asphaltierung von berüchtigten Schlaglochpisten
Die Flughafenstrasse Reykjanesbraut wird vierspurig ausgebaut, am Suðurlandsvegur und in Kjalarnes sollen die Fahrtrichtungen abgetrennt werden. Insgesamt 80 Kilometer Hauptstrassen werden verbreitert und die Fahrtrichtungen abgetrennt. Lange bekannte Schlaglochpisten wie Skógarstrandavegur, Vestfjarðavegur, der oft in den Medien erwähnte Vatnsnesvegur, Norðausturvegur über Brekknaheiði und Skjálfandafljót, der Bárðardalsvegur, aber auch die Ringstrasse an Suðurfjörður und Lagafljót, bei Lóni und bei Skaftafell sollen mit viel Geld besser befahrbar gemacht werden. Schotterpisten sind für Touristen zwar ein Abenteuer, für Einwohner allerdings mitnichten, denn sie verursachen Schäden an den Fahrzeugen und verschlechtern vor allem im Sommer die Luftqualität in vielbefahrenen und touristischen Gegenden. Pro Jahr sollen 2,5 Mrd ISK in die Asphaltierung von Strassen fliessen. Mit dieser Finanzierung sollten bis zum Jahr 2038 um die 619 Kilometer Schotterpiste asphaltiert sein.
Und schliesslich will man sich der einspurigen Brücken annehmen, auf denen sich schon viele tödliche Unfälle ereignet haben, nach 15 Jahren soll die Zahl dieser Brücken sich um 79 reduziert haben. Auch das Reitwege- Wander- und Radwegenetz soll weiter ausgebaut werden.

Tunnelprojekte verbessern Verkehrssicherheit
Die geplanten Tunnelprojekte sieht der Verkehrswegeplan als Schlüsselfaktor für die Lebensbedingungen im ganzen Land, indem sie gefährliche oder unzuverlässige Bergstrassen umgehen. Zu den Projekten gehören Tunnel unter der Fjarðarheiði, Siglufjarðarskarð, ein zweiter Tunnel im Hvalfjörður, ein Tunnel zwischen Ólafsfjörður und Dalvík, sowie zwischen Ísafjörður und Súðavík, ein verbreiteter Ableger im Breiðdalur, einen Tunnel zwischen Seyðisfjörður und dem Mjóifjörður, sowie Projekte im Miklidalur, Hálfdan, dem Klettsháls und der Öxnadalsheiði.
Zur Prüfung stehen ausserdem an ein Tunnel unter dem Reynisfjall, der Lónsheiði, Hellisheiði eystri, sowie Tunnel im Berufjörður und unter der Breiðdalsheiði.

Ausbau von Häfen und Flughäfen
Der allergrösste Teil des isländischen Verkehrswegenetzes befindet sich im Besitz des Staates. Er kümmert sich auch um die Flughäfen, da besonders um die Einrichtung von Ersatzflughäfen, konkret Akureyri, Egilsstaðir und Reykjavík. Auch die Häfen gehören dazu, hier sollen zwischen 2024 und 2028 um die 7,7 Mrd ISK in den Ausbau der Häfen von Njarðvík, Sauðárkrókur und Þorlákshöfn fliessen.

 

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