Präsidentschaftswahlen: Spekulationen um Katríns Kandidatur Skip to content
Iceland President Guðni Th. Jóhannessson and Prime Minister Katrín Jakobsdóttir
Photo: Forseti.is. President of Iceland Guðni Th. Jóhannesson (left) and Prime Minister Katrín Jakobsdóttir.

Präsidentschaftswahlen: Spekulationen um Katríns Kandidatur

Island wählt am 1. Juni einen neuen Staatspräsidenten, nachdem der amtierende Präsident Guðni Th Jóhannesson in seiner Neujahrsansprache angekündigt hatte, nicht für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Jeder isländische Staatsbürger ab dem 35. Lebensjahr kann sich zur Wahl stellen. Bis zum 26. April muss ein Kandidat 1500 Stimmen gesammelt haben, um offiziell zur Wahl zu stehen.

11 kandidierten aus Versehen
Oft sind es Menschen aus der Bevölkerung, die nicht im politischen Leben stehen, die zu Anfang Unterstützerstimmen sammeln. Wer Präsident werden will, muss seine Kandidatur auf der Webseite island.is registrieren und auf der Seite auch Stimmen sammeln. Die grosse Zahl an Präsidentschaftswilligen – zuletzt über 50 – hat nun Statistiker stutzig gemacht.
Heute stellte sich heraus, dass von den 50 Willigen mindestens 11 nicht Präsident werden wollen, sondern falsch geklickt hatten – statt ihre Unterstützungsstimme abzugeben ,hatten sie ihre Kandidatur registriert, ohne es zu merken. Die meisten fielen aus allen Wolken, als RÚV bei ihnen anrief, um sie zur Kandidatur zu befragen. Der Fehler ist inzwischen behoben worden.

Kandidiert Katrín Jakobsdóttir?
Von den bisherigen ernsthaften Kandidaten führen ein Politikwissenschaftler und eine Geschäftsfrau die Liste an, und seit einigen Wochen kursiert auch die Idee, dass die amtierende Premierministerin Katrín Jakobsdóttir noch ihre Kandidatur ankündigen könnte.
Björn Ingi Hrafsson, der streitbare Herausgeber des Onlinemagazins Viljinn, gab heute Vísir gegenüber an, bei den Linksgrünen stellten sich inzwischen alle diese Frage, und er sei der Meinung, Katrín werde nicht nur kandidieren, sondern auch zur nächsten Präsidentin gewählt werden.

In einem Radiointerview am Morgen sagte er, die Erfahrung habe gezeigt dass die grossen Kandidaten ihre Kandidatur oft kurz vor Ostern bekanntgäben. Das sei ein alter Trick, denn die grossen Familienfeiern rund um Ostern und Konfirmation stünden bevor, wo Leute sich treffen und Politik debattierten – und wo Stimmen für die Kandidaten zusammenkämen.
Wenn Katrín nicht die Absicht habe, zu kandidieren, dann hätte sie das längst klar zum Ausdruck gebracht, glaubt Björn Ingi.
Am 4. März hatte sie auf eine Anfrage im Parlament angegeben, sie sei noch Premierministerin, und dies noch eine ganze Weile, auf die Nachfrage antwortete sie, sie habe über eine solche Kandidatur nicht nachgedacht weil es im Büro des Premierministers genug zu tun gebe. Es bleibt also spannend.

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