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Katrín Jakobsdóttir has announced her bid for President of Iceland
Photo: Screenshot from Facebook.

PM Katrín Jakobsdóttir kandidiert für das Amt des Staatspräsidenten

Islands Premierministerin Katrín Jakobsdóttir hat heute ihre Entscheidung verkündet, für das Amt des Staatspräsidenten zu kandidieren. Sie wird sich am kommenden Sonntag von ihrem derzeitigen Amt befreien lassen, um in den Wahlkampf zu gehen und die Zukunft des Landes mit seinen Bürgern zu diskutieren. Den Posten als Parteivorsitzende der Linksgrünen Bewegung wird Katrin noch heute für einen Nachfolger freimachen.

Führungsqualität und Demut
In einem Video auf ihren sozialen Medienkanälen erklärte sie, der Staatspräsident müsse verstehen, wie Politik und Gesellschaft funktionieren, er müsse Führungsqualitäten und Demut zeigen, Islands Interessen auf internationalem Parkett wahren, schwierige und unbeliebte Entscheidungen treffen und die gesamte Nation ansprechen. Immerhin werde der Präsident auch von der gesamten Nation gewählt.
„Auf der ganzen Welt haben Konflikte zugenommen. Wir stehen vor enormen Herausforderungen in Bezug auf das Klima und Umweltprobleme. Das Tempo des technologischen Fortschritts ist beispiellos, und niemals zuvor ist es so wichtig gewesen, Menschlichkeit zu pflegen und zu beschützen.“ sagte Katrin. In solchen Zeiten sei es wichtig, sich auf die Basis zu konzentrieren: Ausbildung und Kultur.

Eintreten für die Grundwerte der Gesellschaft
„Wir müssen die isländische Sprache sichern, unsern Anker, und gleichzeitig die Vielfalt schützen, die die isländische Gesellschaft kennzeichnet. In all diesen Angelegenheiten kommt auf den Präsidenten die Aufgabe zu, klar für die Grundwerte einzutreten, auf denen die isländische Gesellschaft aufgebaut ist: Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit. Zuhause wie auch international.“

Katrín erklärt, es sei nicht selbstverständlich, dass sie nach 20 Jahren in der aktiven Politik, sich nun als Staatspräsident zur Wahl stelle. Auch wenn sie durch ihre Erfahrung in der Politik, im Zusammenbringen von verschiedenen Gruppen und in dem Verständnis, das sie über die Jahre erlangt habe, für dieses Amt geeignet sei.
Für sich persönlich habe sie schon vor geraumer Zeit entschieden, bei den kommenden Parlamentswahlen nicht mehr kandidieren zu wollen.

64 Kandidaten auf der Liste
Die Liste für das Amt des Staatspräsidenten ist damit um einen spannenden Namen reicher geworden.
Laut Wikipedia konkurrieren mit dem heutigen Tag 64 Kandidaten um das Amt, darunter zwei Personen ausländischer Herkunft, ein ehemaliger Komiker, Schauspieler, Journalisten, Handwerker, ein ehemaliger Inhaftierter, eine Köchin, ein Stuntman, ein Model, ein Richter, sowie der Gletscher Snæfellsjökull, der von einer Person vertreten wird. Gewählt wird am 1. Juni 2024.

In Island wird der Staatspräsident vom Volk gewählt. Jeder isländische Staatsbürger über 18 Jahre und mit Erstwohnsitz in Island ist wahlberechtigt. Im Ausland ansässige isländische Staatsbürger halten ihr Wahlrecht bis zu 16 Jahre nach ihrer Auswanderung. Zur Wahl stellen kann sich jeder isländische Staatsbürger über 35 Jahre, der bis zum 26. April mindestens 1500 Empfehlungen hat sammeln können. Die Stimmen werden elektronisch gesammelt, die Kandidaten sind jedoch persönlich im Land unterwegs, um Werbung für sich zu machen.

Der amtierende Staatspräsident Guðni Th Jóhannesson hatte in seiner Neujahresansprache angekündigt, nicht wieder kandidieren zu wollen.

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