Lachszucht: Gehegering bei Sturm an Land getrieben Skip to content
Bíldudalur Arnarfjörður
Photo: Bíldudalur.

Lachszucht: Gehegering bei Sturm an Land getrieben

Der Aussenring eines Lachszuchtbeckens ist am vergangenen Wochenende im Patreksfjörður erst aufs Meer hinaus geflogen und dann bei Raknadalshlíð an Land getrieben worden. Einem vorbeifahrenden Autofahrer gelang ein Foto des angeschwemmten Ringes. Heimildin recherchierte, dass der Lachszuchtkonzern Arnarlax Eigentümer des Ungetüms ist.
Arnarlax betreibt am Flughafen von Patreksfjörður eine Anlage zur Reinigung der Seegehegeringe, das sind die Teile der Zuchtbecken, die auf der Meeresoberfläche sichtbar sind. An ihnen befestigt hängt das Netz mit den Lachsen im Wasser.
Arnarlax-Geschäftsführer Björn Hembre schickte auf die Nachfrage des Magazins eine SMS. „Es handelt sich um ein leeres Zuchtbecken, mit dem es Probleme beim Transport gab.“ Man habe den Ring nun sicher befestigt. Weder Personen- noch Sachschaden sei entstanden.

Herumfliegendes Gerät kann Infektionsträger sein
Heimildin verweist auf ähnliche herumtreibende Gehegeringe aus der chilenischen Lachszucht, die im Jahr 2007 ein unrühmliches Ende fand, nachdem dort die ansteckende Blutarmut der Lachse (ISA) dazu führte, dass 60% aller Zuchtbetriebe geschlossen werden mussten. Die ansteckende Erkrankung führt zu innerlichen Blutungen und zum Tod des Fisches. Sie überträgt sich durch kranken Fisch und durch Gerätschaften aus infizierten Anlagen. Im Jahr 2022 waren in den isländischen Ostfjorden mehr als eine Million Zuchtlachs gekeult worden, nachdem dort gleich an mehreren Stelle ISA ausgebrochen war.

Lachszuchtgesetz unter Beschuss
Um Lachszucht ging es auch heute im isländischen Parlament, wo Fischereiministerin Bjarkey Olsen Gunnarsdóttir ihr umstrittenes Gesetz zur Fischzucht verteidigte. Kritiker aus allen Reihen der Opposition warfen ihr vor, Islands Fjorde an ausländische Milliardäre zu verschenken und den heimischen Wildlachs wissentlich zu opfern.
Das neue Gesetz sieht unter anderem eine dauerhafte Lizenzbewilligung (statt vorher auf 16 Jahre begrenzt) vor, ausserdem wird einem Unternehmen bei einem Betriebsunfall nicht mehr die Quote gekürzt, sondern ein kleines Bussgeld in Rechnung gestellt.

 

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