Kontroverser Verkauf der Míla hängt in der Luft Skip to content
fibreoptic cable infrastructure
Photo: Míla/Facebook.

Kontroverser Verkauf der Míla hängt in der Luft

Das französische Unternehmen Ardian ist nicht bereit, seinen Kauf des isländischen Telekommunikationsunternehmens Míla durchzuziehen, sollten die Verkaufsvereinbarung nicht angepasst werden, berichtet RÚV. Die Wettbewerbsbehörde hatte nach einem Treffen mit Vertretern der Ardian in der letzten Woche mehrere Bedingungen für die Transaktion aufgesetzt und das Unternehmen darüber informiert, dass der Deal nicht genehmigt werden würde, wenn die Bedingungen nicht akzeptiert würden. Sprecher der Ardian gaben an, eine der Bedingungen verlaufe dem Vertragsbedingungen zuwider.

Schlüsselinfrastruktur für 78 Mrd ISK
Die Míla besitzt und betreibt sämtliche Telekommunkationskanäle und -systeme in Privathäusern, Betrieben und Institutionen des Landes, darunter sämtliche Kupferkabel, Glasfaserkabel und Mikrowellensysteme. Das Unternehmen war im letzten Winter für geschätzte 78 Mrd ISK (562 Mio EUR) an die französische Investmentgroup Ardian verkauft worden.
Zahlreiche Parteien hatten damals ihre Besorgnis über den Verkauf einer solch wichtigen Infrastruktur an ein ausländisches Unternehmen Ausdruck verliehen. Die isländische Regierung hatte Bedingungen für den Verkauf aufgesetzt und die Bestimmungen für eine solche Transaktion verschärft, um sicherzustellen, dass die nationale Sicherheit durch die Eigentümerschaft der Ardian nicht gefährdet wird.

Weitere Verhandlungen nötig
In einer Nachricht von Síminn an die isländische Börse heisst es, dass die Bedingungen der Wettbewerbsbehörde schwerwiegend seien und für Ardian einen negativen Einfluss auf die Verkaufsvereinbarung hätten. Weiter heisst es, dass weitere Verhandlungen zwischen Síminn und Ardian notwendig seien, sowie Gespräche zwischen Ardian und der Wettbewerbsbehörde.
Vertreter des Investment-Unternehmens hatten zuvor angegeben, dass es sich beim Kauf der Míla um eine Langzeitinvestition handle.
Zu den strittigen Bedingungen der Wettbewerbsbehörde machte keiner der Transaktionpartner nähere Angaben.

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