Island steht vor hohen Schulden wegen Nichterfüllung des Kyoto-Protokolls Skip to content
Guðmundur Ingi Guðbrandsson
Photo: Guðmundur Ingi Guðbrandsson.

Island steht vor hohen Schulden wegen Nichterfüllung des Kyoto-Protokolls

Island steht vor möglicherweise millionenschweren Schulden (1 Mrd ISK, 6,117,330 EUR), weil es seine Verpflichtungen gegenüber dem Kyoto-Protokoll nicht erfült hat, berichtet RÚV. Nach Angaben von Umweltminister Guðmundur Ingi Guðbrandsson arbeitet ein Team derzeit an einer Schätzung über die genaue Summe, wenn der Verpflichtungszeitraum zum Ende des Jahres abgelaufen ist.

Das Kyoto-Protokoll aus dem Jahr 1997 ist ein internationales Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen, welches den Ausstoss von Treibhausgasen verringern und dem Klimawandel entgegenwirken wollte. Obwohl Island eine Ausnahmegenehmigung erhalten hatte, durch die steigende Emissionen aus der Schwerindustrie ermöglicht wurden, hat das Land seine Verpflichtungen nicht erfüllt. Der Verpflichtungszeitraum läuft Ende diesen Jahres ab, und nun wird es Zeit, seine Schulden zu begleichen.

“Es ist nicht klar, wieviel das sein wird. Das wird gerade geprüft. Es gibt ein paar gangbare Wege, darauf zu reagieren. Zur Zeit arbeitet ein Team daran.” sagte Guðmundur nach einem Kabinettstreffen gestern. “Aber ich mache damit klar, dass es genau so läuft, wenn Klimathemen nicht ernstgenommen werden. Unsere derzeitige Regierung nimmt sie ernst und hat einen glaubwürdigen Plan bis 2030, um das Pariser Abkommen einhalten zu können. Wir erwarten nichts anderes als dass wir unsere Pflicht da werden erfüllen können.”

Ist nicht bezahlen eine Option für Island? “Wir werden unsere Verpflichtungen erfüllen, das ist klar. Es wird sich herausstellen, wieviel das ist und wie es erledigt wird,” sagte Guðmundur Ingi.
Der Umweltminister will nicht frühere Regierungen kritisieren, doch kommentierte er: “Ich hätte das gerne anders gesehen, das ist mal klar. Die Hauptsache ist, dass wir die Klimathemen jetzt angehen. Wir haben einen glaubwürdigen Plan, um unsere Verpflichtungen für 2030 zu erfüllen.”

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