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Rafah_Border_Crossing
Photo: Gigi Ibrahim / Wikimedia Commons.

Freiwillige bringen verbliebene Flüchtlinge in Sicherheit

Zwei der ursprünglich fünf Freiwilligen in Kairo, die in den vergangenen Wochen Palästinenser mit Aufenthaltsgenehmigung für Island aus dem Kriegsgebiet in Gaza geholt hatten, sind zuversichtlich, dass sie auch die verbliebenen Kinder und Mütter über die Grenze bringen können. Heute war es ihnen gelungen, alle 49 Visainhaber auf die sogenannte Grenzübergangsliste zu setzen, berichtet Vísir.

Visaliste und Erweiterung
Am vergangenen Freitag war eine Gruppe von 72 Palästinensern in Island gelandet. Diese Flüchtlinge waren durch diplomatische Intervention des Auswärtigen Amtes über den Grenzübergang Rafah gelangt. Alle palästinensischen Flüchtlinge mit einem Visa für Island hatten dieses im Rahmen einer Familienzusammenführung erhalten.

Im Februar hatte die Regierung eine Liste der zur Einreise nach Island berechtigten Visainhaber vorgelegt, doch seitdem waren weitere Personen mit einer Aufenthaltsgenehmigung auf der Grundlage von Familienzusammenführung ausgestattet worden. Diese zusätzlichen Personen sind der Grund, warum sich die beiden Isländerinnen immer noch in Kairo aufhalten, obwohl die drei Diplomaten des Auswärtigen Amtes schon in der vergangenen Woche wieder abgereist waren.

„Wir denken so langsam darüber nach, unsere Beteiligung an diesem Projekt zu beenden, angesichts der Tatsache, dass die meisten Visainhaber aus Gaza rausgekommen sind. Die isländische Regierung hat jedoch einen Teil dieser Gruppe hier zurückgelassen, und das ist der Grund, warum wir noch hier sind,“ erklärt María Lilja Þrastardóttir, eine der beiden Freiwilligen. „Aber wir haben es jetzt geschafft, mit denen, die heute auf die Liste gekommen sind, noch 49 Personen, die sich nicht auf der Liste der Regierung befunden hatten, in Gaza ausfindig zu machen.“

Unverständnis über Abreise der Diplomaten
María Lilja zeigt sich optimistisch, dass diese Flüchtlinge es in den nächsten Tagen über die Grenze schaffen. Normalerweise dauere es von dem Tag an, wo eine Person auf die Liste gesetzt wird, acht bis zehn Tage, um eine Genehmigung für den Grenzübertritt zu erhalten. Sie sei doch sehr froh, dass eine grosse Gruppe bereits in Island angekommen sei. Allerdings verstehe sie nicht, warum die Regierung nicht allen geholfen habe.

„Das ist natürlich ausgesprochen verwerflich, dass die isländische Regierung nach Hause gefahren ist, ohne die Sicherheit dieser Leute zu gewährleisten, und dieser Gruppe, und ohne bekanntzugeben, ob sie eine Rückkehr planen, oder auf andere Weise dafür sorgen, dass die Leute in Sicherheit gelangen.“

Freiwillige machen Nägel mit Köpfen
Die fünf Frauen, isländische Schriftstellerinnen und Journalistinnen, hatten sich auf eigene Kosten in Kairo aufgehalten, um den Familienangehörigen von in Island ansässigen Palästinensern über die Grenze zu helfen. Monatelange Proteste vor dem Parlament, und das Drängen auf eine Durchführung der Familienzusammenführung, die bereits im Herbst 2023 angekündigt worden war, hatten kein Ergebnis gebracht. Mit einer grossangelegten Spendensammelaktion hatte man schliesslich genügend Geld zusammenbringen können, um die Amtsgebühren für den Grenzübertritt zu bezahlen. Für den Transport der Visainhaber nach Island war die Internationale Behörde für Flüchtlingstransporte aufgekommen.

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