Drohende Einschnitte beim Marineforschungsinstitut Skip to content
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Photo: Fiskvinnsla Fiskur Löndun.

Drohende Einschnitte beim Marineforschungsinstitut

Dem isländischen Marineforschungsinstitut (MFRI) stehen drastischen Budgetkürzungen bevor, berichtet Vísir. Das Institut muss zwischen 20 und 30 Mitarbeiter entlassen, ausserdem soll das Forschungsschiff Bjarni Sæmundsson dauerhaft aufgelegt werden.

Der Geschäftsführer des MFRI, Sigurður Guðjónsson, kommentierte, diese Massnahmen seien notwendig, um die Kürzungsvorgaben von Regierungsorganisationen erfülle zu können. Das Institut muss seine Kosten um 303,5 Mio ISK (2,10 Mio EUR) senken.

Sigurður zufolge kommen die Forderungen der Regierung völlig überraschend. Die öffentliche Zuwendung für das Institut ist ebenso reduziert worden wie Gelder aus dem Forschungsetat für Fischereiforschung. “Wir hatten eine Forderung nach Verschlankung erwartet, wie bereits in den vergangenen Jahren, aber nicht diese drastischen Massnahmen.” kommentierte Sigurður.

Das Marineforschungsinstitut beschäftigt an die 200 Mitarbeiter und hält zwei Forschungsschiffe in Vollzeit.

Nichtsdestotrotz war im vergangenen Sommer bei einer Feierstunde in Þingvellir anlässlich des 100. Jahrestags der isländischen Souveränität der Vorschlag eingegangen, ein neues Marineforschungsschiff zu bauen. Die veranschlagten Kosten dafür beliefen sich auf 300 Mio. ISK für Konstruktion und Vorbereitung, sowie jeweils 1,6 Mrd. ISK in den Jahren 20120 und 2021 für den eigentlichen Bau des Schiffes.

“Flagge zeigen in der Marineforschung und die Überwachung der Meere sind Hauptvoraussetzungen für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Resourcen des Meeres, die das Wissen um Umwelt und die dort stattfindenden Veränderungen mehren. Diese parlamentarische Resolution schlägt vor, dass im nächsten Jahr (2019) die Vorbereitung zum Bau eines neuen Marineforschungsschiffes stattfinden wird, und es in den Jahren 2020 und 2021 gebaut wird. Damit schauen wir auf Island, welches auch weiterhin führend in Bezug auf einen guten Umgang mit der Natur und in der Marineforschung sein wird,” heisst es in der Erklärung.

Mehrere Organisationen haben die Kürzungen massiv kritisiert. Fischereiminister Kristján Þór Júliússon hat eine Antwort der Behörden auf die Kritik angekündigt.

“Ich hoffe sehr, dass diese Kürzung um 300 Mio ISK nicht durchgezogen wird – das heisst, dass wir anders auf die Lage reagieren können als der Geschäftsführer des MDRI angekündigt hat,” sagte der Minister.

 

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