Alþingi genehmigt Landesplan für Menschen mit Behinderungen Skip to content
Guðmundur Ingi Guðbrandsson
Photo: Guðmundur Ingi Guðbrandsson.

Alþingi genehmigt Landesplan für Menschen mit Behinderungen

Das isländische Parlament hat heute den ersten nationalen Plan für die Belange behinderter Menschen in Island genehmigt. Der Plan umfasst 60 Maßnahmen, mit denen das Abkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen umgesetzt werden sollen, berichtet Vísir.

Umfassende Politik und Zukunftsvision
„Island verfügt nun zum ersten Mal über eine umfassende Politik zu den Belangen behinderter Menschen.“ sagte Sozialminister Guðmundur Ingi Guðbrandsson. „Der heutige Tag markiert damit einen Wendepunkt.“ Erstellt wurde der Landesplan in Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderungen, Interessensgruppen, der Regierung und der Öffentlichkeit. Darin enthalten ist eine klare Zukunftsvision, eine Kartierung und Bewertung der Vorteile, die die Umsetzung der UN-Vereinbarung für Menschen mit Behinderungen mit sich bringt. Sie sollen damit ihre Menschenrechte und Freiheiten in vollem Umfang und gleichberechtigt mit anderen Menschen ausleben können.
Hier findet man den UN-Text (in englischer Sprache).

Zehn Ministerien involviert
Die Massnahmen im Landesplan fallen in die Zuständigkeit von nicht weniger als zehn Ministerien. Ausgearbeitet worden ist der Plan in 11 Arbeitsgruppen, die jeweils von Vertretern einer Behindertenorganisation geleitet wurden.
Bisherige Pläne waren immer nur Stückwerk gewesen, der neuen Landesplan 2024-2027 stellt nun zum ersten Mal ein vollständiges Rahmenwerk dar und betrifft Sensibilisierung und Bildung, Barrierefreiheit, unabhängiges Leben, Bildung und Beschäftigung, Entwicklung von Dienstleistungen und rechtliche Umsetzung des UN-Abkommens zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen.

Rege Mitarbeit von Betroffenen
Zur gleichen Zeit als die 11 Gruppen am Landesplan arbeiteten, hatte der Sozialminister Informationsveranstaltungen im ganzen Land abgehalten, wo den Menschen Gelegenheit gegeben wurde, direkten Einfluss auf die Entwicklung der Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen zu nehmen. Diese Veranstaltungen waren allesamt gut besucht, und es hatte rege Diskussionen gegeben, heisst es in einer Mitteilung der Regierung.
Allein im Februar 2023 hatten 300 Menschen eine solche Veranstaltung in der Reykjavíker Harpa besucht, dazu waren zahllose Interessierte per streaming zugeschaltet gewesen.

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