Zufahrtsgebühren für den Mýrdalssandur in Verhandlung Skip to content
Photo: Hjörleifshöfði, Dagmar Trodler.

Zufahrtsgebühren für den Mýrdalssandur in Verhandlung

Das Unternehmen Viking Park Iceland steht in Verhandlungen mit Unternehmen der Tourismusindustrie zur Erhebung von Gebühren im Bereich Mýrdalssandur, vor allem an den Strassen nach Hafursey und zum Kötlujökull. Viking Park Iceland befindet sich im Besitz einer deutsch-isländischen Eigentümergemeinschaft, die im vergangenen Jahr das Land rund um Hjörleifshöfði erworben hatte, um in der Gemarkung Lavasand für den Export abzubauen und Tourismus zu betreiben.
Das Land um Hjörleifshöfði war zuvor insgesamt drei isländischen Regierungen erfolglos zum Kauf angeboten worden.

Viking Parks Geschäftsführer Jóhann Vignir Hróbjartsson sagte mbl.is gegenüber, die Gebührenpläne beträfen nur Reiseunternehmen.
Einzelpersonen sollen keine Zufahrtsgebühren zahlen müssen.
Mit der Gebührenerhebung wolle man den Verkehr im Gebiet begrenzen und dem Offroadfahren zuvorkommen. Die Offroadfahrer, die ihre Spuren im Sand hinterliessen, versuche man mit Schildern zu erziehen, doch falls das nicht funktioniere, könne es durchaus sein, dass das Unternehmen Massnahmen ergreifen müsse, um den Zugang zu dem Gebiet zu verhindern. Er hoffe, dass es dazu nicht komme.
Zur Höhe der ab 1. Juli für die Reiseunternehmen fälligen Gebühren wollte Jóhann sich nicht äussern.

In dem Gebiet, für das die Zufahrtsgebühren erhoben werden sollen, befinden sich Eishöhlen, die im Gegensatz zu anderen Gletscherregionen ganzjährig begehbar sind und von Tourunternehmen aus Vík und Reykjavík angefahren werden.

Teileigentümer Mýrdalssandur ehf. nutzt RÚV zufolge das vulkanische Material schon länger für den Export in die Baubranche. Der Lavasandabbau durch den neuen deutschen Miteigentümer der Mýrdalssandur-Länderei, die STEAG Power Mineral, steht jedoch nicht an erster Stelle im Businessplan. Wie Vísir im vergangenen Jahr schrieb, will das Unternehmen erst dann mit dem Sandabbau beginnen, wenn die Kohlebergwerke schliessen und es zu einer Verknappung der für die Zementproduktion wichtigen Flugasche kommt. Damit werde erst in zwei bis fünf Jahren gerechnet.

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