Zehn Papageitaucher auf dem Weg in britischen Robbenschutzpark Skip to content
Photo: Photo: Golli. Puffins are the most common bird in Iceland during summer.

Zehn Papageitaucher auf dem Weg in britischen Robbenschutzpark

Zehn Papageitaucher von den Westmännerinseln sind per Flugzeug ausser Landes gebracht worden und leben jetzt zusammen mit Seehunden in einem britischen Tierpark. Damit sind zum ersten Mal Exemplare der bunten Vögel regelrecht exportiert worden, berichtet Vísir.

Auswilderung verletzter Vögel nicht möglich
Auf den Westmännerinseln kümmert sich der Seetierpark Sea Life Trust unter anderem um verletzte Papageitaucher. Allerdings war das Gehege zuletzt so voll gewesen, dass eine Lösung her musste, zumal die Jungvogelsaison vor der Tür steht, wo immer wieder verletzte Vögel abgegeben werden. Zehn Papageitaucher aus dem Bestand wurden für den Transport nach Cornwall ausgewählt.
Tiergartenleiterin Þóra Gísladóttir bestätigt, dass der Transport keine kleine Angelegenheit gewesen ist. „Die werden von Island, den Westmännerinseln nach England in ein kleines Dorf im Süden gebracht. Wir hatten zuletzt 15 Papageitaucher, aber alle, die bei uns leben, können nicht auswildert werden. Die sind alle irgendwie krank und viele haben Augenverletzungen,“ erklärt Þóra. Wegen der bevorstehenden Jungvogelsaison musste Platz geschaffen werden.
„Der Robbenschutzpark, mit dem wir viel zusammenarbeiten, hat sich bereit erklärt, die Vögel aufzunehmen.“ Þóra zeigt sich zufrieden mit der Wahl, denn den Vögel gehe es ganz offenbar sehr gut in dem Tierpark in Cornwall.

Jagd auf gefährdete Vögel
Auf den Westmännerinseln werden Papageitaucher einer alten Tradition folgend immer noch gejagt. Die Jagdsaison erstreckt sich dem Gesetz nach vom 1. Jujli bis 15. August, im letzten Jahr war die Jagd allerdings nur vom 1. bis 15. August gestattet worden. Jäger waren angehalten worden, Rücksicht auf den Bestand zu nehmen, ausschliesslich für sich selbst zu fangen und keinesfalls mehr als 100 Vögel zu töten.
Das Naturbüro Südisland hatte im vergangenen Jahr empfohlen die Vogeljagd auszusetzen. In einem Schreiben hatte es gehiessen, der Umwert- und Planungsausschuss haben die Jagd jeodch beschränkt erlaubt. Das Naturbüro wies auf den Bestandsrückgang von 70% seit 1995 hin und bezeichnete die Papageitaucherjagd als nicht nachhaltig. Bei der IUCN ist der Papageitaucher in der roten Rubrik als “vulnerable” (gefährdet) zu finden.
In früheren Zeiten waren Seevögel wie der Papageitaucher oder Alkenvögel eine willkommene Abwechslung der oftmals eintönigen und kargen Kost. Heute gelten Papageitaucher in Restaurants als Delikatesse.

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