Walfang: Ministerielle Entscheidung steht bevor Skip to content
Photo: Hard to Port.

Walfang: Ministerielle Entscheidung steht bevor

Eine Entscheidung darüber, ob in diesem Sommer Wale kommerziell gejagt werden dürfen, steht nach Angaben von Fischereiministerin Bjarkey Olsen Gunnarsdóttir unmittelbar bevor. Vorwürfe, sie habe die Entscheidungsfindung künstlich in die Länge gezogen und auf nach die Präsidentenwahl am 1. Juni verzögert, wies die Ministerin zurück, berichtet Vísir.

Ministerwechsel im Amt
Bjarkey hatte das Ministeramt erst am 10. April übernommen, zuvor war die vormalige Premierministerin Katrin Jakobsdóttir als kommissarische Ministerin für die seit Januar aus Krankheitsgründen beurlaubte Amtsvorgängerin Svandís Svavarsdóttir tätig gewesen. Bjarkey sagte Vísir gegenüber, es habe solange gebraucht, um den Antrag von Islands einzigem kommerziellem Walfangunternehmen Hvalur hf. zu bearbeiten und notwendige Daten zusammenzutragen.
Eine Entscheidung könnte Ende kommender Woche vorliegen, und diese gründe dann nicht etwa auf ihrer politischen Anschauung, so Bjarkey, sondern vielmehr auf einer Fülle von Daten, die gerade gesammelt werden.

Warten auf Bewertungen
Um Einschätzung waren folgende Behörden und Institutionen gebeten worden: das Marineforschungsinstitut, (Hafró) das Fischereiamt, die Veterinäraufsichtsbehörde (MAST), der Tourismusverband, der Verband der Walbeobachtungsunternehmen, der Tierschutzbund, der Verband für Tierwohl in Island, der isländische Naturschutzbund, die Naturschutzorganisation Landvernd, der Verband der Filmemacher, der Verband der Unternehmen in der Fischereibranche, die Gewerkschaft in Akranes, der Verband der Schiffskapitäne, der Verband der Maschinisten und Metalltechniker, sowie die Gemeinden Akranes und Hvalfjarðarsveit.
Von diesen allen hatten bis einschliesslich heute der Unternehmerverband und das Marineforschungsinstitut ihre Einschätzung eingereicht.

Hvalur-Chef Kristján Loftsson beschwerte sich beim Morgunblaðið über das Schneckentempo des Ministeriums, und eigentlich hätte die Einschätzung von Hafró völlig ausgereicht, alle anderen Institutionen hätten nichts mit der Angelegenheit ohnehin zu tun. Ohne grünes Licht können weder Leute eingestellt noch Material für die Fangsaison eingekauft werden. Auch die Dauer einer möglichen Fanglizenz spielt da eine Rolle, im Ministerium erwägte man eine Lizenzdauer von einem Jahr, die Kristján aus betriebswirtschaftlichen Gründen für viel zu kurz hält. Er hatte eine Lizenzdauer von fünf Jahren beantragt.

Hafró legt Quote fest
Das Marineforschungsinstitut hatte eine Fangquote von 161 Finnwalen für die Fangperioden zwischen 2018 und 2025 festgelegt und bleibt auch in diesem Jahr bei dieser Zahl.
“Für diesen Sommer sind umfangreiche Walzählungen geplant. ” erklärt Hafró-Leiter Þorsteinn Sigurðsson Vísir gegenüber. “Sie beginnen kurz nach dem Wochenende in Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten im Nordatlantik.” Die Ergebnisse sowie neue Forschungsergebnisse werde man dann im Herbst in Zusammenarbeit mit der Internationalen Walfangkommission (IWC) und dem Nordatlantischen Rat für Meeressäuger (NAMMCO) evaluieren. Seine Institution, so Þorsteinn, stelle im gesetzlichen Rahmen sicher, dass die Nutzung der Ressource im Einklang mit Vorsorgeprinzipien erfolge, und dies sei die Grundlage für Ratschläge, und am Ende eine Quotenzahl.

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