Vulkanausbruch zeigt bereits verringerte Aktivität Skip to content
Photo: Almannavarnadeild ríkislögreglustjóra/Facebook.

Vulkanausbruch zeigt bereits verringerte Aktivität

Gestern Abend hatte sich in den Geldingadalir der erwartete Vulkanausbruch in Gang gesetzt (wir berichteten letzte Nacht). Bei Tageslicht betrachtet, ist der Ausbruch noch geringer als in der Nacht bereits festgestellt wurde, als Hubschrauber von der Küstenwache mit Geologen an Bord das Gebiet zu wissenschaftlichen Zwecken überflogen hatten.
Hier gibt es die Webcam an einem neuen Ort.

In einer Mitteilung der Erdbebenabteilung beim isländischen Wetteramt heisst es, der Umfang des Ausbruchs sei gering und seine Aktivität habe sich seit gestern Abend verringert.
“Es gibt wenig aufsprudelnde Lava aus den Spalten, der Lavastrom bedeckt ein Gebiet, welches um die 100 Meter breit ist. An einer Kartierung des Gebietes wird gearbeitet. Bislang befindet sich der Ausbruch in einem abgegrenzten Gebiet in der Talsenke und es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Lava irgendwelche Schäden anrichtet. Es wurde keine Ascheemission festgestellt, und nach ersten Einschätzungen besteht keine grosse Gefahr für eine Gasemission, die Beschwerden verursacht, ausser gleich neben der Ausbruchstelle.”

Es wird darauf hingewiesen, dass das Gebiet eine Gefahrenzone ist, wo sich giftiges Gas verbergen und den Leuten gefährlich werden kann. Von Fahrten an die Ausbruchsstelle wird abgeraten.

Katastrophenschutzexpertin Kristín Jónsdóttir zufolge muss in der Hauptstadt ab dem Nachmittag mit einer Gaswolke zu rechnen sein, die empfindliche Menschen beeinträchtigen kann. Da der Ausbruch so klein ist, werde auch die Gasemission gering ausfallen.

Der Vulkanexperte Páll Einarsson bezeichnete den Ausbruch als den kleinsten den man je in Island erlebt habe. Es gebe keinen Grund, die Sache aufzubauschen oder grosse Worte dafür zu finden, die müsse man sich für grosse Ausbrüche aufbewahren. Er sehe den Ausbruch jedoch als Auftakt einer vulkanischen Phase, die lange andauern könne. Blicke man zurück in die Vergangenheit vergangener Jahrtausende, komme diese Aktivität in Schüben. Niemand könne sagen, was als nächstes passieren würde.
Zwischen den Jahren 900 bis 1240 hatten sich auf Reykjanes zahllose Vulkanausbrüche ereignet, seitdem war es still in den Bergen der Halbinsel geworden. Erst im vergangenen Jahr hatte es mit den Erdbeben am Berg Þorbjörn erste Hinweise auf ein Erwachen der Aktivität gegeben.

Um 14 Uhr findet eine Pressekonferenz zum Vulkanausbruch statt.

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