Vulkanausbruch nördlich von Grindavík Skip to content
Reykjanes eruption Iceland eruption
Photo: Almannavarnir. The Sýlingafell eruption as seen from a Coast Guard flight.

Vulkanausbruch nördlich von Grindavík

Der Vulkanausbruch der gestern Abend kurz vor Mitternacht zwischen den Bergen Sýlingafell und Hagafell losgegangen war, ist der grösste derer, die sich auf der Halbinsel Reykjanes seit 2019 ereignet haben. Doch schon am Vormittag konnte beobachtet werden, wie die Aktivität nachliess, liess der isländische Wetterdienst wissen. Dies lasse jedoch nicht darauf schliessen, wie lange der Ausbruch andauert, eher darauf, dass er einen Zustand des Gleichgewichts erreicht habe, heisst es in einer Mitteilung der Behörde. Diese Entwicklung habe man bei allen Ausbrüchen in der Region der letzten Jahre beobachten können.

Grindavík ausgespart
Das Südende der Spalte befindet sich fast drei Kilometer von Grindavík entfernt. Erst gestern war überlegt worden, den knapp 4000 Einwohnern zu erlauben, über Weihnachten nach Hause zu gehen. Das Nordende der Spalte liegt östlich des Stóra-Skógfell, das Südende östlich des Sundhnjúkur. Der Lavafluss aus dieser Spalte ist weitaus kräftiger als bei den vorangegangenen Ausbrüchen, vor allem in den ersten sieben Stunden war mehr Lava geflossen als während des gesamten Ausbruchs am Litli-Hrútur in diesem Sommer.
Die Lava fliesst nicht in Richtung Grindavík. Der Vulkanologe Ármann Höskuldsson sagte RÚV gegenüber, der Standort des Ausbruchs sei vorteilhaft, weil keine Bauwerke in Gefahr seien. „Heute Nacht kann jeder ruhig bleiben,“ hatte er RÚV gegen drei Uhr letzte Nacht erklärt. „Wenn alles normal verläuft, wird die Intensität schon morgen nachmittag abklingen und in der Spalte werden sich Krater bilden. Der Ausbruch könnte eine Woche bis 10 Tage dauern.“

Region aus Sicherheitsgründen gesperrt
Am Morgen gab Ármann an, der Lavafluss könne bei anhaltender Aktivität durchaus die Strasse nach Grindavík erreichen. Auch die Verschmutzung durch den Ausbruch ist schon jetzt beträchtlich, wer in der Region empfindlich auf die Gase reagiert, sollte Fenster und Türen geschlossen halten und sich nicht im Freien aufhalten.
Sämtliche Zufahrten in die Region und nach Grindavík sind gesperrt, und die Polizei bittet Schaulustige, sich nicht zum Ausbruchsort zu begeben, weil die Gase gefährlich sein können. Nach Angaben der Polizei kann es ein paar Tage dauern, bis Wissenschaftler ein Gesamtbild der Lage erstellt haben. Der Ausbruch wird intensiv überwacht, es gibt stündliche Aktualisierungen, und noch kann niemand sagen, wann und ob ein Besuch der Region möglich sein wird.
Die Behörden bitten um Verständnis.

 

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