Vulkan Katla ist unruhig, Eishöhlen für Besuche gesperrt Skip to content
Katla volcano
Photo: Katla volcano.

Vulkan Katla ist unruhig, Eishöhlen für Besuche gesperrt

Der Erdbebenschwarm, der den Mýrdalsjökull seit dem Morgen erschüttert hat, ist inzwischen wieder abgeebbt. Dennoch bleibt der Vulkan auch weiterhin unter scharfer Beobachtung. RÚV zitiert die Vulkanologin Salóme Jórunn Bernharðsdóttir, der unter der Eiskappe liegende Vulkan Katla befinde sich ohnehin  immer so halb auf der Intensivstation des Wetteramtes. Salóme warnte ausdrücklich vor Fahrten zu den Eishöhlen des Kötlujökull.

“Das ist vielleicht keine ungewöhnliche Aktivität, aber sicher mehr als die normale Hintergrundaktivität,” sagte Salóme am Mittag RÚV gegenüber. Man beobachte die Entwicklung daher sehr genau.
Die Bebenserie vom Morgen ähnele der Aktvität vor dem Gletscherlauf in den Múlakvísl im Jahr 2011. Damals hatte es einen ähnlichen Bebenschwarm am Vortag gegeben. Untrügliches Anzeichen dafür, dass sich ein Gletscherlauf oder ähnliches ereignete, war dann die seismische Aktivität am Abend, die im ganzen Land zu spüren gewesen war.

“Es ist vielleicht schwer zu sagen, ob es sich jetzt um etwas ähnliches handelt, so wie die Lage aussieht.” meint Salóme. Man nehme die Entwicklung aber sehr ernst, Katla befinde sich stets auf einer Art Intensivstation der Vulkanabteilung und hänge an allen möglichen Messinstrumenten.  Salóme warnte vor Touren auf den Gletschervulkan, vor allem zu den Eishöhlen. Die Vulkanabteilung der Wetterbehörde stehe in ständigem Kontakt mit dem Zivilschutz.

Die Polizei in Südisland hat am Abend dann die Eishöhlen des Kötlujökull vorübergehend für den Zutritt gesperrt. Gefahr besteht vor allem in einer möglichen Gasentwicklung, aber Höhlenbesucher können im Fall eines Gletscherlaufs auch von den Wassermassen überrascht werden und nicht mehr in der Lage sein, sich in Sicherheit zu bringen.
Die Katla gehört zu Islands grössten und mächtigsten Vulkanen, die in der Vergangenheit relativ regelmässig alle 80 bis 100 Jahre ausgebrochen ist und oft riesige Aschewolken in die Luft schleudert. Bekannt sind auch Wassermassen, die sich zu Tal wälzen, wie etwa beim letzten Ausbruch um Jahr 1918, als es zu einer apokalyptischen Überschwemmung des Küstengebietes östlich des Markarfljót kam.

 

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