Vorschläge zu infrastrukturellem Ausbau der Kerlingarfjöll Skip to content
Kerlingarfjöll mountains.
Photo: Kerlingarfjoll mountains are in south-Iceland..

Vorschläge zu infrastrukturellem Ausbau der Kerlingarfjöll

Der Bau von zusätzlicher Infrastruktur und Übernachtungsmöglichkeiten in den Kerlingarfjöll, einem bei Touristen wie Einheimischen beliebten Gebirgszug mit Geothermalgebiet im südlichen Hochland, würde negative Auswirkungen auf die derzeitige Planungspolitik für die Region haben, berichtet RÚV.

Dies stellt das nationale Planungsbüro Skipulagsstofnun in einem Gutachten über vier verschiedene Pläne zum infrastrukturellen Ausbau der Kerlingarfjöll fest. Das Büro ist der Ansicht, dass ein weiterer Ausbau der Region noch mehr Druck auf die dortige Umwelt ausüben und deutlich negative Auswirkungen nach sich ziehen werde.

Die Kerlingarfjöll sind erst kürzlich auf der Roten Liste des Umweltamtes gelandet, in welcher sich Naturregionen befinden, die Gefahr laufen, zerstört zu werden. Bislang sind die Kerlingarfjöll offiziell kein geschützer Ort.

Das Unternehmen Fannborg, welches das touristische Angebot vor Ort betreibt, hatte vier verschiedene Optionen für den Ausbau der Infrastruktur an das Umweltamt geschickt.

Im ersten Vorschlag ging es um die Verbesserung existierender Strukturen, die drei anderen Vorschläge beinhalteten zusätzliche Konstruktionen und weiteren Ausbau.

Im zweiten Vorschlag geht es um einen geringfügigen Ausbau der Bettenzahl für Besucher, er würde damit auch eher geringe Auswirkungen auf die Umwelt in den Kerlingarfjöll haben. Die Übernachtungsmöglichkeiten sollen dem Vorschlag zufolge als Hotelzimmer oder Gästehaus vermarktet werden und nicht länger als Hüttenschlafplätze, die Grösse des Restaurants soll sich verdoppeln.

Vorschlag 3 sieht zwei neue zweistöckige Herbergen nebst zusätzlichen Neubauten neben dem im Jahr 2016 errichteten Gebäude. Fünf ältere Häuser auf dem Gelände, die unter dem Namen Nípur bekannt sind, sollen dafür abgerissen werden.

In Vorschlag 4 sollen fast alle älteren Gebäude auf dem Gelände abgerissen werden, stattdessen soll vom Hauptgebäude aus eine grosse Herberge errichtet werden. Die Bauarbeiten dieser beiden Vorschläge sollen 2023 abgeschlossen sein.

Mit den in Vorschlag 3 und 4 geplanten Bettenzahlen für fast 300 Gäste wäre die Region ohne Beispiel im Hochland und würde zu einem der grössten Übernachtungsbereiche auserhalb der Hauptstadt werden.

Für das Umweltamt beinhalten die dritte und vierte Option nicht nur negative Auswirkungen auf das Naturerlebnis von Besuchern der Region, sondern auch zusätzlichen Druck auf die Umwelt durch die steigende Besucherzahl.

Das Amt empfiehlt, eine Entscheidung derartigen Ausmasses zu verschieben, da es das vorrangige Ziel der Regierung sei, einen Nationalpark im zentralen Hochland zu schaffen.

 

 

Share article

Facebook
Twitter

Recommended Posts