Vermisstes Flugzeug am Þingvallavatn gesucht, 800 Helfer im Einsatz Skip to content
missing plane Þingvellir
Photo: Golli.

Vermisstes Flugzeug am Þingvallavatn gesucht, 800 Helfer im Einsatz

Seit gestern nachmittag wird in Südisland ein Kleinflugzeug mit vier Mann an Bord vermisst. Hunderte Mitglieder der Rettungsteams waren bei Eiseskälte bis kurz nach Mitternacht auf der Suche nach Spuren. Das Flugzeug war um halb elf gestern vormittag vom Flughafen in Keflavík zu einem Panoramaflug gestartet, an Bord hatten sich der isländische Pilot und drei Fluggäste befunden.

Bislang ist bekannt, dass es sich bei dem Piloten um Haraldur Diego handelt, einem ausgesprochen erfahrenen Piloten um die 50, der unter Kollegen einen guten Ruf genoss. Das vermisste Flugzeug ist eine Cessna 172 N mit der Registriernummer TF-ABB. An Bord befanden sich drei Touristen, jeweils aus den USA, Belgien und Holland. Die drei gehören zu einer grösseren Gruppe von Touristen, um die sich zur Zeit das Rote Kreuz kümmert.

Gestern hatten sich über 700 Mitglieder von Rettungsteams aus dem ganzen Land an der Suche beteiligt, nach Angaben von Landsbjörg eine der grössten Suchaktionen der letzten Jahre. Heute morgen ging bei Anbruch der Dämmerung die Suche mit hunderten Helfern weiter. Nachdem zunächt der gesamte Süden bis zum Kleifarvatn hin abgesucht worden war, verengt sich die Suche nun auf den südlichen Teil des Þingvallavatn in der Region von Ölfusvatnsvík. Dort war ein Ölfilm auf der Wasseroberfläche gesichtet worden, Proben des Ölfilms werden derzeit auf ihre Herkunft untersucht. Wie RÚV schreibt, ist der See in Ölfusvatnsvík nicht sehr tief, doch kurz dahinter fällt er bis auf 60 Meter Tiefe ab.
Gesucht wird weiterhin zu Land und Wasser, mit Tauchern und aus der Luft, zusätzlich sind ist ein Sonargerät im Einsatz und ein ferngesteuertes Radarboot, welches den Seeboden abbildet.

Um die Mittagszeit hatte die isländische Polizei Sommerhausbesitzer aus der Region Þingvellir und Grímsnes aufgefordert, Material aus den Überwachungskameras zur Prüfung zur Verfügung zu stellen, weil man sich Hinweise auf das Flugzeug erhofft. Eingegangenes Material wird zur Zeit ausgewertet.
An der Suche sind hunderte von freiwilligen Rettern beteiligt, ausserdem hatten private Piloten ihre Hilfe angeboten. Die Stimmung unter ihnen ist sehr düster, nicht nur weil Haraldur eine Art Urgestein der isländischen Flugbranche ist.
Da für morgen schlectes Wetter vorhergesagt wird, ist noch unklar, ob die Suche am morgigen Samstag fortgesetzt werden kann. Zumindest heute will die Rettungsorganisation Landsbjörg noch soviel Gelände wie nur irgend möglich absuchen.

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