Lass es raus. Urschreie gegen Lockdown-Frust in Islands Natur entlassen Skip to content
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Photo: Promote Iceland/A screenshot from YouTube.

Lass es raus. Urschreie gegen Lockdown-Frust in Islands Natur entlassen

Demnächst könnte es in Island an stillen Orten etwas lauter werden, denn eine neue Werbekampagne der isländischen Tourismusbehörde will Frustschreie von Lockdown-Geplagten in die Natur übertragen.
“Du hast viel durchgemacht in diesem Jahr, und es sieht so aus, als ob du den perfekten Ort brauchst, um deinen Frust abzulassen. Etwas Riesiges, Weites und Unberührtes. Es sieht ganz danach aus, dass du Island brauchst.” So lautet die Parole der Werbekampagne von Promote Iceland, mit der Leute auf der ganzen Welt eingeladen werden, ihren Lockdown-Frust herauszuschreien.

Die Schreie können auf der Webseite der Kampagne hochgeladen werden und sollen dann durch aufgestellte Lautsprecher “entlassen” werden.
Diese Lautsprecher sind bereits an sieben Orten aufgestellt worden, darunter am Skógarfoss, unterhalb des Snæfellsjökull, am Strand Rauðisandur, auf der Insel Víðey. Die Teilnehmer erhalten ein Video davon, wie ihr Urschrei in die Natur entlassen wird.

“Wir wollen die Aufmerksamkeit möglicher Touristen darauf lenken, dass es relativ sicher ist, nach Island zu reisen, und dass man hier schöne Natur ohne Menschenmassen geniessen kann, das ist etwas, was die Leute suchen werden, wenn das Reiseinteresse wieder steigt,” sagt Programmdirektorin Sigríður Dögg Guðmundsdóttir. “Es ist wichtig, die Aufmerksamkeit jetzt auf Islands Vorteile zu lenken. Die Leute träumen von der Zeit, wenn sie wieder reisen können und fangen sogar mit der Reiseplanung wieder an. Wir wollen Teil dieser Unterhaltung sein.”

Eine Fussnote der Aktion erinnert die Teilnehmer daran, dass Schreien zwar therapeutisch sein kann, die ganze Sache aber auch “ein Anfang ist. Wenn du seelische Unterstützung brauchst, ist es unumgänglich, professionelle Hilfe zu suchen.”

Im Mai hatte die Regierung 1,5 Milliarden ISK (9,5 Mio EUR) für die Werbekampagne bereitgestellt.
Hinter der Kampagne stehen zwei Werbeagenturen, die nicht ganz unumstrittene M&C Saatchi mit Sitz in Grossbritannien, und die isländische Agentur Peel. Die Ausschreibung war europaweit getätigt worden.

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