Touristentaxe wird von 72 Prozent der Isländer befürwortet Skip to content
Geysir Iceland tourism
Photo: photo by Golli.

Touristentaxe wird von 72 Prozent der Isländer befürwortet

Einer aktuellen Umfrage von Prósent zufolge befürworten 72 Prozent der Isländer die Idee, dass ausländische Touristen für das Betreten eines touristischen Ortes eine Gebühr zahlen sollten, während 54 Prozent der Befragten der Ansicht sind, Isländer sollten von solch einer Gebühr ausgenommen werden.
Nur 12 Prozent der Befragten sprachen sich gegen eine Gebühr aus, und 30 Prozent finden, dass Isländer auch zahlen sollten. Die Umfrage war zwischen dem 22. Juni und 4. Juli bei 2000 Befragten ab 18 Jahren durchgeführt worden.

In einer Erklärung zu dieser Umfrage hatte die Ministerin für Tourismus, Lilja Afredsdóttir, angegeben, man prüfe die Durchführbarkeit solcher Gebühren. Sie könnten dann ab 2024 erhoben werden. Damit werde sichergestellt, dass Gemeinden vom Touristenverkehr ebenfalls profitieren.
Viele touristische Highlights und Parks in Island erheben bereits Gebühren in Form von Parkgebühren, wie etwa entlang des Golden Circle oder der Südküste. Zu Beginn trafen die Parkgebühren auf wenig Freude, doch inzwischen werden sie zunehmend genutzt, um touristische Orte für den Ansturm auszubauen, der die Insel um 2016 herum fast unvorbereitet traf. Skógafoss und Geysir hatten von der Umweltbehörde gar auf die Liste der gefährdeten Orte gesetzt werden müssen.

Privatbesitz erschwert Gebührenerhebung
Kompliziert wird die Entscheidung um Besuchsgebühren noch dadurch, dass sich viele der touristischen Highlights auf privatem Boden befinden. Damit ist der Landbesitzer zuständig für Nutzung und Erhebung von Gebühren, mit allem was dazugehört. Der geringe Kooperationswille zwischen Behörden und Landbesitzern etwa hatte bislang sämtliche Bemühungen um eine tiefgreifende Verbesserung der Sicherheit am Strand Reynisfjara behindert, wo erst kürzlich wieder ein Tourist ertrunken ist.
Auch ausländische Landbesitzer hegen oft eigene Vorstellungen, was das Betreten ihrer Länderei betrifft. Für den Landerwerb durch Ausländer hatte das Parlament vor zwei Jahren eine Beschränkung eingeführt, demnach beträgt die maximale Hektarzahl für eine Rechtsperson 10.000 Hektar. Ein wenig zu spät im Fall des britischen Milliardärs Jim Ratcliffe, der mit 45 Ländereien oder einem Prozent des Landes nach dem Staat Islands zweitgrösster Landbesitzer ist.

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