Touristen in Lebensgefahr am Krater mit Drone verscheucht Skip to content

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Photo: Screenshot Ísak Atli Finnbogason.

Touristen in Lebensgefahr am Krater mit Drone verscheucht

Wenn Vulkanbesucher sich selbst in eine Notlage begeben und in der Lava landen, gibt es kaum Hilfe für sie. Ein Video von gestern zeigt zwei Touristen unterhalb des Kraters in den Meradalir und in unmittelbarer Nähe eines glühenden Lavaabflusses. Das Dronenvideo stammt von Ísak Atli Finnbogason, der die Bilder seiner Drone gerade streamte, als er die beiden Wanderer auf der frischerstarrten Lava kurz unterhalb des Kraters entdeckte.

Im Gespräch mit Vísir berichtet Ísak, er habe sich daraufhin entschlossen, die beiden mit seiner Drone aufmerksam zu machen, in welcher Gefahr sie sich befanden, denn die Lava in dem Abfluss hätte sich jederzeit einen neuen Weg bahnen und die Touristen mitreissen können. Doch der Dronenversuch glückte: als die beiden Abenteurer das Fluggerät entdeckten, machten sie sich davon.

Sicherheit der Einsatzkräfte geht vor
Der Polizeileiter der Direktion Suðurnes gab an, es sei schwer, Leute aus solch einer Lage zu retten. Zum Glück sei es bislang nicht zu lebensgefährlichen Situationen gekommen.
“Bislang ist das ganz gut gegangen, aber da ist immer einer, der auf die frische Lava hinausläuft. Das passt uns natürlich nicht, aber wer immer das unternimmt, tut dies auf eigene Veantwortung. Wenn Leute in der Lava verschwinden, können wir eh kaum was machen.” sagt Polizeichef Úlfar Lúðvíksson.
Man könne Strafen verhängen, wenn Leute sich nicht an die Anweisungen der Polizei halten, dazu gehöre auch das Betreten der Lava. Doch Strafen verhängen wolle man eigentlich lieber nicht, und bisher hätten die Touristen sich auch an die Anweisungen gehalten.

Klar sei jedoch, dass man Touristen, die sich so nah an die Krater begeben, nicht hinterherlaufe. “Das ist unglaublich schwer für uns, diese Leute am Schlawittchen zu halten. Wir versuchen natürlich, die da runterzuholen, aber wir schicken keine Einsatzkräfte in die Gefahrengebiete. Das tun wir nicht, wir sorgen erst für die Sicherheit unserer Leute, bevor wir daran denken, andere zu retten.”

An diesem Wochenende hat der Vulkanausbruch in den Meradalir eine Rekordbesucherzahl erlebt, mehr als 10.000 Besucher sind an den Zählern der Tourismusbehörde vorbeigelaufen. Auch in diesen Tagen hatte Familien mit kleinen Kindern der Zugang zum Gelände verwehrt werden müssen, denn seit letzter Woche dürfen Kinder unter 12 Jahren aus Sicherheitsgründen nicht mehr zum Vulkan. Siebzehn Personen hatten Hilfe benötigt, weil sie sich verletzt hatten oder zu erschöpft waren, um weiterzulaufen.

 

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