Tourist aus der Brandung gerettet Skip to content
Photo: Magnús Jóhannsson.

Tourist aus der Brandung gerettet

Gestern Nachmittag konnte ein ausländischer Tourist aus der Brandung am schwarzen Strand von Reynisfjara in Südisland gerettet werden, berichtet Vísir. Augenzeugen zufolge reichte die Brandung bis an die Felsen heran.

Der Mann sei trotz Warnungen herunter an den Strand gegangen. Dort dauerte es nicht lange, bis die Wellen ihn gepackt und zu Boden geworfen hatten. Ein isländischer Reiseleiter rannte in die Brandung, um ihn aus der Gefahrenzone zu ziehen und brachte sich dabei selbst in Gefahr. Es gelang schliesslich mit Hilfe von anderen, den Mann aus dem Wasser zu ziehen. Zeugen gaben an, der Mann sei nach dem Kampf gegen die Wellen völlig erschöpft gewesen.

Der schwarze Strand Reynisfjara und seine Nachbarstrände gehören zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Island. Die dort herrschende heftige Brandung wurde schon so manchem Touristen fast zum Verhängnis. Im Januar 2017 wurde ein kleines Kind fast von den Wellen mitgerissen, zehn Jahre zuvor konnte sich ein deutsches Ehepaar gerade noch retten.
Auch tödliche Unfälle hat der schwarze Strand in den vergangenen Jahren gesehen. Im Jahr 2007 ertrank eine Amerikanerin, die von Wellen ins Meer hinausgetragen wurde. Im Jahr 2016 starb ein chinesischer Tourist, nachdem die Brandung ihn gegen die Felsen geschleudert hatte. Am Nachbarstand Kirkjufjara ist im vergangenen Jahr eine deutsche Touristin ertrunken.

Unternehmen quer durch die Tourismusbranche fordern schon seit langem, dass noch mehr Vorsichtsmassnahmen an Islands gefährlichen Stränden ergriffen werden.
Nach dem Todesfall von 2016 hatte die Polizei vermehrt das Gelände überwacht, seitdem steht am Eingang zum Strand auch ein Warnschild, wo erklärt ist, warum die Brandung so gefährlich ist.

An der Reynisfjara vereinen sich drei gefährliche Wellenphänomene – Brandungstrückströme, Undertow-Wellen und Sneaker-Wellen, vor allem letztere ziehen einen mit hohem Tempo aufs offene Meer hinaus. Diese Wellen erreichen die auf einem marinen Hochplateau liegende Insel aus grosser Tiefe und sind für das Auge nicht sichtbar. Für den Strandbesucher sehen diese Wellen aus wie eine normale Brandung.
Hier sehen Sie ein Video des Unfalls.

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