Starker Schwefelgeruch an der Askja Skip to content
Askja, Viti, Öskjuvatn, volcano
Photo: Dagmar Trodler. Askja and Viti, august 2023.

Starker Schwefelgeruch an der Askja

Aus dem Explosionskrater der Askja steigt starker Schwefelgeruch, das hat ein Mýflug-Pilot heute beim Überflug bemerkt. Eine Gruppe von Wissenschaftlern des nationalen Wetterdienstes will morgen die Bedingungen in der Region näher untersuchen. Der Vulkanologe Þorvaldur Þórðarson weist darauf hin, dass die Askja jederzeit ohne lange Vorwarnzeit ausbrechen kann. Er glaubt, der nächste Vulkanausbruch in Island wird in der Askja passieren, berichtet RÚV.

Die Nationalparkrangerin Anna Þorsteinsdóttir ist heute am See Öskjuvatn gewesen. Sie hat keine Veränderungen erkennen können und weder sie noch der Ranger in ihrer Begleitung hätten mehr Schwefelgeruch als normalerweise festgestellt. Bislang sind an der Askja keine Gasmessgeräte installiert, das soll nun aber morgen bei der Kontrollfahrt der Wissenschaftler passieren. Dann will man den Gasgehalt in der Luft messen, sowie Wassertemperatur und den Säuregrad des Öskjuvatn. Bislang ist bei der Küstenwache noch keine Anfrage für einen Flug über das Gebiet eingegangen, so der Pressesprecher der Küstenwache, Ásgeir Erlendsson.

Magma möglicherweise eingeströmt
Der Vulkan Askja befindet sich im Gebirgszug Dyngjufjöll nördlich des Vatnajökull. Im März 1875 ereignete sich dort ein heftiger Ausbruch, der weite Teile des Ostens durch Aschefall unbewohnbar machte und die Auswanderung von rund 20.000 Isländern zur Folge hatte. Im 20. Jahrhundert brach die Askja acht Mal aus, allerdings blieben diese Ausbrüche auf kleinere Lavamengen beschränkt. Der letzte Ausbruch war im Jahr 1961. Wenn die Magma sich allerdings wieder den Weg durch den See Öskjuvatn bahnt, ist mit einem explosiven Ausbruch und grossen Aschemengen zu rechnen.
Seit zwei Jahren ist nun wieder eine Landhebung im Gange, seither gilt auch die Ungewissheitsstufe des Zivilschutzes. Am vergangenen Wochenende war festgestellt worden, dass die Wassertemperatur im Krater Viti mit 27 Grad um neun Grad höher liegt als im vergangenen Sommer. Vulkanologe Þorvaldur führt dies auf Magma zurück, die nicht mehr weit von der Erdoberfläche entfernt ist. “Da ist dann das, worüber wir sprechen, bereits auf dem Weg,” sagte er mbl.is gegenüber. “Wenn die Temperatur im Viti so stark ansteigt, dann bedeutet das, dass Magma dort einströmt, gemessen daran, wie sich das Land dort verändert hat.”
Die Erdbebentätigkeit in der Region hat bislang nicht zugenommen, und auch sonst hat sich in den Messdaten des Wetterdienstes nichts verändert.

 

 

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