Seehund vom Aussterben bedroht

 In Natur und Reisen

Seehunde stehen inzwischen auf der roten Liste des isländischen Naturgeschichteinstitutes, berichtet RÚV. Damit sind sie vom Aussterben bedroht.

Im Jahr 2016 wurden 7600 Exemplare gesichtet. Bei Beginn der systematischen Zählungen im Jahr 1980 hatte es noch 33.000 gegeben.

Damit ist der Bestand um 77 Prozent in diesen 35 Jahren gesunken. Wenn die Zahlen im Verhältnis weiter sinken, werden sie in den kommenden 45 Jahren um 84 Prozent zurückgegangen sein. Diese Periode entspricht drei Generationen der Tiere.

Das Institut beklagt, dass der Seehund nur wenig Schutz in Island geniesst. Es fordert mehr Forschungsarbeiten, um herauszufinden, warum genau die Zahlen so dramatisch sinken.

Man hatte den Rückgang vor allem auf die Tatsache zurückgeführt, dass Seehunde oft in Fischernetzen den Tod finden. Auch wenn die traditionelle Seehundjagd kaum noch praktiziert wird, findet sie immer noch dort statt, wo man den Lebensraum des Wildlachses schützen will. Weitere mögliche Faktoren für den Rückgang des Bestandes könnten Futterknappheit, Umwelteinflüsse, Verschmutzung und Krankheiten sein.

Kristinn Haukur Skarphéðinsson, der Leiter der zoologischen Abteilung des Institutes, sagte RÚV gegenüber, Todesfälle beim Seehund müssten reduziert werden, ganz gleich aus welchem Grund sie passieren. Die Gesetzeslage zum Schutz der Seehunde sei immer noch im 19. Jahrhundert verhaftet.

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