Scrapie: Alle Proben vom 2. Hof negativ Skip to content
Photo: Dagmar Trodler.

Scrapie: Alle Proben vom 2. Hof negativ

Keine Scrapie ist in den Proben gefunden worden, die aus dem Gehirn von Schafen vom Hof Syðri-Urriðaá im nordisländischen Miðfjörður genommen worden waren, berichtet RÚV. Dort hatten im April alle Schafe gekeult werden müssen, nachdem bei einem im Jahr 2020 zugekauften Schaf die durch Prionen ausgelöste unheilbare Nervenkrankheit Scrapie festgestellt worden war.
Das Schaf stammte vom Hof Bergstaðir, wo nach der Diagnose bereits alle Schafe gekeult worden waren. Da es Jahre dauern kann, bis Scrapie sich nach aussen hin zeigt und die Krankheit nicht einmal in jeder Probe gleich sichtbar ist, zeigen die Ergebnisse MAST zufolge nur, dass kein Prion festgestellt wurde, was aber nicht heisst, dass die untersuchten Schafe scrapie-frei waren. Die Prionen kann man nur im Hirngewebe gekeulter Tiere suchen.

Keulung kurz vor der Lammzeit
Auf Syðra-Urriðaá waren am 18. April 720 Schafe gekeult worden. Bereits Anfang April waren auf Bergstaðir alle 700 Schafe gekeult worden.
Die Schafbäuerin Dagbjört Diljá Einþórsdóttir auf Urriðaá sagt, sie sei wütend und traurig zugleich über diese Nachricht. Man habe alles versucht, um die Tötung der Schafe so kurz vor der Lammsaison zu verhindern, doch ohne Erfolg. Die allermeisten Auen standen kurz vor der Geburt. Das einzig Gute daran sei, dass sich keine Scrapie von ihren Schafen auf andere Höfe übertragen habe, das sei eine Erleichterung.

Das Ergebnis bedeutet auch dass die etwa 50 Schafe aus der Zucht von Syðri-Urriðaá, die Bauern im Miðfjörður hätten töten sollen, sich aber geweigert hatten, nun doch nicht alle gekeult werden müssen. Um diese Schafe hatte mitten in der Lammsaison eine erbitterte Auseinandersetzung zwischen MAST und den Bauern getobt, unter anderem war damit gedroht worden, die staatlichen Zahlungen einzustellen und die Schafe per richterlichen Beschluss von den Höfen zu holen.
Þórarinn Óli Rafnsson, der Vorsitzende des Schafzuchtverbandes Húnaþing vestra, sagte RÚV gegenüber, Schafe aus dem Jahr 2020 und älter dürften nun leben, jüngere müssten allerdings getötet werden.

 

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