Schweres Erdbeben im Vulkan Bárðarbunga Skip to content
Bárðarbunga, crater, volcano, Vatnajökull
Photo: Golli. Bárðarbunga.

Schweres Erdbeben im Vulkan Bárðarbunga

Heute morgen um 6.37 Uhr hat ein Erdbeben der Stärke M5,4 den Vulkan Bárðarbunga im zentralen Hochland erschüttert. Dieses Beben war das stärkste seit dem Vulkanausbruch in der Holuhraun im Jahr 2025. Es wurde im Ostteil der Caldera aufgezeichnet. Einige schwächere Beben folgten, das stärkste unter ihnen hatte immerhin noch eine Stärke von M3.

Die Erdbebenabeilung des isländischen Wetterdienstes erhielt zahlreiche Meldungen darüber, dass die Erschütterung in bewohnten Regionen des Nordlandes zu verspüren gewesen sei. Bislang ist jedoch keine weitere Aktivität im Vulkan zu verzeichnen, und die Alarmstufe ist nicht erhöht worden.
„Das kommt oft vor, dass es schwere Beben in der Bárðarbunga gibt, aber das war nun eins der grösseren Kategorie,“ kommentierte die Expertin für Naturkatastrophenschutz beim Wetterdienst, Jóhanna Malen Skúladóttir, RÚV gegenüber. Das letzte grössere Beben habe sich am 18. März dort ereignet und eine Stärke von M4,4 gehabt.

Im August 2014 hatte sich von der Bárðarbunga aus ein Intrusionsgang nach Norden gebildet, und Lava war in einem bereits bekannten, alten Lavafeld in der Holuhraun an die Oberfläche getreten. Der Ausbruch hatte bis Februar 2015 angedauert. In dem halben Jahr waren Rekordmengen an giftigem Schwefeldioxid in die Atmosphäre freigesetzt worden.
Bárðarbunga selbst ist ein subglazialer Stratovulkan am Nordrand des Vatnajökull, der neben Öræfajökull als der mächtigste in Island gilt. Für den Fall einer Eruption im Krater selbst waren 2014 Evakuierungspläne für die besiedelten Flusstäler von Jökulsá á Fjöllum und Þjórsá veröffentlicht worden, weil bei einem explosiven Ausbruch mit Schmelzwasserflutwellen gerechnet werden muss.

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