Schlammlawine macht kurz vor Bauernhof Halt Skip to content
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Photo: North-east Iceland Police..

Schlammlawine macht kurz vor Bauernhof Halt

Die Polizei hat einen Teil der Strasse durch das Tal Eyjafjarðardalur gesperrt, nachdem dort mehrfach Schlammlawinen abgegangen waren. Die erste grosse Schlammlawine war am 6. Oktober abgerutscht und hatte zwei Bauernhöfe und ein Sommerhaus gerade noch verschont. Die Bewohner hatten aus dem Gefahrenbereich evakuiert werden müssen.

Kurz vor 11 Uhr war am 6. Oktober eine riesige Schlammlawine vom Berg Hlíðargarðsfjall oberhalb des Hofes Gilsá im Eyjarfjarðardalur ins Rutschen gekommen. Die Lawine kam kurz vor dem Bauernhaus auf Gilsá II zum Halt. Sie liegt hinter dem Haus auf einer Breite von 200 Metern und ist über 700 Höhenmeter etwa 1700 Meter lang. Bislang ist die Ursache für den Lawinenabgang nicht bekannt, man vermutet jedoch zusätzlich zu Niederschlägen einen instabilen Untergrund, der sich durch die Nässe in Bewegung gesetzt haben könnte. In der Region hatte es schon zuvor kleinere Schlammlawinen gegeben, eine Gefahr für weitere solcher Ereignisse wird jedoch nicht angenommen.

Der Schlamm an dem Berg ist allerdings noch nicht zur Ruhe gekommen, immer wieder rutschen Erdmassen und Steine nach, am Bauernhaus vorbei und bis auf die Strasse. Die umliegenden Gebäude sind gleich nach dem ersten Erdrutsch evakuiert worden, die Bewohner dürfen erst in ihre Häuser zurückkehren, wenn die Gefahr gebannt ist. Auch die Strasse bleibt vorerst gesperrt. Polizei und Experten des Wetteramtes überwachen die Region. Nachdem gestern neben dem Schlamm auch viel Wasser zu Tal geflossen war, ist der Strom nun abgeebbt, doch auch hier hat man ein scharfes Auge auf die Entwicklung.

Vor der Schlammlawine hatten sich ein paar Erdbeben der Stärke 4 nordöstlich von Gjörgurtá ereignet, die bis ins Eyjarfjarðardalur bemerkt werden konnten. Man kann daher nicht ausschliessen, dass Erdbeben in der Folge das instabile Erdreich in Bewegung gesetzt haben, auch wenn Schlammlawinen in der Regel eher grösseren Beben folgen und sich auch näher am Epizentrum des Bebens ereignen.

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