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Photo: seal pup.

Robbenbaby im Njarðvíker Hafen gefunden

Die isländische Polizei hatte am vergangenen Freitag einen eher ungewöhnlichen Einsatz, als sie sie im Hafen von Njarðvík ein Robbenbaby fanden, welches ein ungewöhnliches Verhalten aufwies, berichtet Vísir. Das Robbenbaby war zwischen Hunden und Menschenfüssen herumgekrochen, ohne Scheu zu zeigen.

Die Polizisten brachten die kleine Robbe in den Reykjavíker Haustierzoo. Eine Untersuchung des Tieres erbrachte, dass es unterernährt war und an einer Augenentzündung litt. Es wird nun im Zoo gepflegt und soll wieder in die Wildnis entlassen werden, sobald es genesen ist.

Es handelt sich bei dem Tier um eine Ringelrobbe (pusa hispida), die kleinste und am weitesten verbreitete Robbenart in der Arktis.

Ringelrobben sind häufige Gäste in Island, und wir haben sie schon zuvor im Zoo gehabt,” sagt Zooleiter Þorkell Heiðarsson. “Die Ringelrobbe ist eine polare Art, die der Eiskante rings um die Arktis folgt, und damit auch dem Norden Islands.”

Es ist daher klar dass dieses Robbenbaby sich viel weiter südlich seines natürlichen Habitats aufgehalten hat.” erklärt Þorkell. “Auf der anderen Seite ist bekannt, dass sich junge Ringelrobben auf Wanderschaft begeben und man findet sie entlang der isländischen Küste, normalerweise im Norden.”

Das Findelkind dürfte jünger als ein Jahr alt sein und hat seit seiner Entwöhnung mehr als 10 Kilogramm verloren. Die Zoomitarbeiter geben nun ihr Bestes, um es aufzupäppeln und hoffen, dass man es wieder in die Natur entlassen kann, sobald es genesen ist.

Auch an der Westküste von Irland, in der Nähe von Shannon war in der vergangenen Woche ein Robbenbaby gerettet worden. “Das ist die erste Ringelrobbe, die dort seit mehr als 100 Jahren gefunden wurde,” sagt Þorkell. In Zeiten, wenn das Seeeis rapide zurückgeht und damit das Habitat der arktischen Tiere, ist es nicht ungewöhnlich, dass sich der Wettstreit um die begrenzten Resourcen des Eises verstärkt und mehr Tiere sich auf Wanderschaft begeben. Ob dieser Besucher eine Folge dessen ist, bleibt völlig unklar, denn diese Art ist, wie zuvor schon erwähnt, ein relativ häufiger Besucher hier.”

Mehr Fotos der kleinen “Nóra” findet man hier.

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