Reykjavík Helicopters wegen Flug ins Naturschutzgebiet angeklagt Skip to content

Reykjavík Helicopters wegen Flug ins Naturschutzgebiet angeklagt

Die Polizei der Westfjorde hat das Hubschrauberunternehmen Reykjavík Helicopters und dessen Sprecher wegen eines Fluges in das Naturschutzgebiet Hornstrandir im letzten Sommer angeklagt. Am Donnerstag findet die Verhandlung im Bezirksgericht der Westfjorde statt, die Klageschrift ist nach Aussage der Polizei jedoch noch nicht vollständig veröffentlicht und kann daher nicht eingesehen werden, berichtet RÚV.

Die isländische Umweltbehörde hatte bei der Polizei Anzeige erstattet, nachdem im vergangenen Sommer zwei Hubschrauber mit amerikanischen Touristen an Bord im Naturschutzgebiet in Hornstrandir gelandet waren.  Hubschrauber dürfen Naturschutzgebiete weder überfliegen noch dort landen, ausser es liegt eine Genehmigung der Naturschutzbehörden vor.

Kristín Jónsdóttir, eine Expertin bei der Behörde, hatte damals im Gespräch mit Vísir angegeben, dass Ranger der Umweltbehörde die Hubschrauber gehört hätten. “Wir haben Kontakt mit dem Unternehmen gehabt zum Thema, was in der Angelegenheit erlaubt ist und was nicht.”
Im Gespräch mit dem Fréttablaðið sagte Kristín, dies sei das erste Mal gewesen dass ein Hubschrauberflug und eine Landung in Hornstrandir angezeigt worden sei. Die Touristen seien von Reykjavík nach Fljótavík geflogen. Dort habe ein Boot die Gruppe abgeholt und zu einer Yacht gebracht, die in Hornvík vor Anker lag. Einige hätten den Tag mit Tauchen verbracht, andere seien auf der Yacht geblieben. Später habe der Hubschrauber die Leute wieder nach Fljótavík geflogen.

Strengere Regeln zum Schutz der Stille
Vor zwei Jahren waren strengere Regeln für die Naturschutzgebiete in Kraft getreten, die darauf abzielen, diese Regionen als unberührtes Land für kommende Generationen zu erhalten. Besonderer Wert wurde darauf gelegt, dass die Stille in den Naturschutzgebieten erhalten bleibt. In dem Zusammenhang wurde explizit klargestellt, dass Hubschrauberlandungen und Dronengebrauch verboten werden.

Der Fall ist nicht der erste – vor fünf Jahren war ein Hubschrauberpilot zur Zahlung von 200.000 Kronen verurteilt worden, nachdem er mit einem Passagier ins Sperrgebiet des damals aktiven Vulkanausbruchs in der Holuhraun geflogen war. Der Pilot landete zweimal und liess seine Passagiere aussteigen.
Bekannt geworden war der Fall, nachdem der eine Passagier, Goga Ashkenazi, ein kasachischer Milliardär, ein Video seines Ausflugs in die frische Lava auf Instagram veröffentlichte.

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