Reykjanesausbruch: Sechs neue Schlote entlang der Spalte Skip to content
Geldingadalir 13 April 2021 Eldfjallafræði og náttúruvárhópur Háskóla Íslands
Photo: Eldfjallafræði og náttúruvárhópur Háskóla Íslands/Facebook.

Reykjanesausbruch: Sechs neue Schlote entlang der Spalte

An der Vulkanausbruchsstelle in den Geldingadalir öffnen sich auch weiterhin neue Abschnitte in der Spalte, die seit dem 19. März Lava an die Oberfläche fördert. Heute morgen wurden mindestens sechs neue Schlote beobachtet, als denen Lava quillt. Die neuen Öffnungen befinden sich allesamt entlang der Fissur, welche als Quelle für den gesamten Vulkanausbruch auf der Halbinsel Reykjanes gilt.

Ein roter Schimmer am Nachthimmel hatte Einwohner in der Region aus dem Schlaf geholt, als die Eruption in den Abendstunden des 19. März begann. In der vergangenen Woche hatten sich dann zusätzlich zu den beiden ersten Kratern weitere Schlote geöffnet, aus denen Lava in die benachbarten Meradalir fliesst. Seit einem Monat fördert die Fissur kontinuierlich dünnflüssige Lava aus einer Tiefe von 16-20 Kilometern.

Elísabet Pálmadóttir, eine Expertin für Naturkatastrophen beim Meteorologischen Institut bestätigte, dass die neuen Vulkanschlote alle über der gleichen Fissur liegen. Mit weiteren Öffnungen wird in naher Zukunft gerechnet.
“Wir können erwarten, dass sich das fortsetzt, dass sich neue Schlote öffnen werden. Wir haben davor bereits zuvor gewarnt und werden das auch weiterhin tun.” Sie fordert Lavatouristen auf, äusserste Vorsicht in dem Gelände walten zu lassen.

Hier gibts einen kurzen Film zu den neuen Schloten.

Die Vereinigung von kleineren Schloten zu einer grösseren Öffnung gilt als wahrscheinlich. “Wenn Schlote sich öffnen, dann können sie an zwei, der oder vier Stellen ausbrechen, und sich dann zu einem oder zwei Schlote vereinigen. Da wir hier erst am Anfang stehen, ist es ungewiss, ob es auch weiterhin sechs separate Schlote gibt, die werden wahrscheinlich zusammenlaufen.”

Die Lava aus den Schloten läuft nach Süden in die Geldingadalir. Gestern betrug die durchschnittliche Menge fünf Kubikmeter pro Sekunde. Experten der Hochschule hatten angegeben, es sei keine offensichtliche Veränderung an den anderen Schloten zu beobachten, sodass die Lava aus den neuen Schloten zusätzliches Material bedeuten könnte.

Heute bläst der Wind die giftigen Gase nach Norden und Nordosten in Richtung Vatnsleysuströnd. Besucher sind aufgefordert, sich über die aktuelle Gasentwicklung zu informieren. Die Ausbruchsstelle kann jederzeit für den Besuch gesperrt werden, wenn gesundheitliche Gefahr besteht.

Hier gibt es Webcams aus allen Richtungen.

 

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