Reykjanesausbruch: Rätselraten um die vulkanische Aktivität Skip to content
Photo: Webcam mbl 8.2. reawakening.

Reykjanesausbruch: Rätselraten um die vulkanische Aktivität

Die Aktivität des Vulkanausbruchs in den Geldingadalir hat in den vergangenen Tagen spürbar abgenommen.
Vor zehn Tagen hatte sie sich verändert, war für Stunden und sogar Tage ganz erstorben, um dann mehrere Male mit grosser Kraft Lava über die Ränder des Kraters zu fördern, und dann wieder völlig zum Erliegen zu kommen, erklärte der Geophysiker Magnús Tumi Guðmundsson.
Es sei sehr schwierig, eine Aussage darüber zu treffen, ob sich der Ausbruch dem Ende nähere, weil es durchaus Schwankungen in der Aktivität geben könne. Für ihn sehe es jedoch danach aus, dass sich der Ausbruch verringere und das erstaune ihn nicht, weil die meisten Vulkanausbrüche in dieser Region sich nicht viel grösser als jener in den Geldingadalir präsentierten. Mit Bestimmtheit könne man jedoch derzeit nichts sagen.
Die letzte Lavaflächenmessung per Flugzeug liegt etwa zwei Wochen zurück, doch gibt es eine Messstation in den Meradalir, wo klar zu sehen ist, dass sich dort weiterhin Lava kräftig voranschiebt.

In der vergangenen Nacht hatte sich wieder ein glühender Schimmer über dem Schlot gezeigt, seither herrscht im Gebiet jedoch Nebel, sodass man nicht sagen kann, was am Krater passiert.

Dennoch wird weiterhin an Plänen und Modellen geschmiedet für die Zeit, wo die Lava es aus dem Tal Nátthagi möglicherweise auf den Suðurstrandavegur und ins Meer schafft. Der Vulkanologe Þorvaldur Þórðarson erklärte gestern, ein Abfliessen der Lava ins Meer werde grosse Mengen an Wasserdampf verursachen, dabei würde Gasdampf aus der Lava freigesetzt. Aus diesem Dampf könnten Wolkenbänke entstehen, die für den Menschen gefährlich werden können, allerdings sehe er diese Verschmutzung regional begrenzt.
Ebenfalls möglich sei eine Explosion, wenn nämlich die glühende Lava ins Wasser läuft. Einer solchen Explosion folge ein regional begrenzter Aschefall, der die Infrastruktur auf der Halbinsel nicht tangieren werde.

Auch über Fluchtwege von der Halbinsel wird weiter nachgedacht, falls der Suðurstrandavegur durch den Lavafluss unterbrochen wird. Zivilschutz und Behörden betrachten es nach Angaben von Verkehrsminister Sigurður Ingi Jóhannsson als günstiger, sich der Lava ins Meer zu entledigen, wo sie nichts zerstören könne, daher wird sie in die Richtung auch nicht weiter durch Wälle aufgehalten.

 

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