Reykjanesausbruch: Polizei warnt vor Lebensgefahr auf der Lava Skip to content
Photo: Screenshot webcam mbl.

Reykjanesausbruch: Polizei warnt vor Lebensgefahr auf der Lava

Die Polizei von Suðurnes hat heute eine Mitteilung mit der Überschrift “Lebensgefährlicher Unfug – kein Heldentum” veröffentlicht, in der Besucher dringend davor gewarnt werden, die erstarrte Lava in den Geldingadalir zu betreten.

Seit Beginn des Vulkanausbruchs im März arbeiten Einsatzkräfte hart daran, das Gelände so zu sichern, dass Wanderer nicht verunfallen. Zusätzlich stellte man Hinweisschilder auf und betrieb Öffentlichkeitsarbeit über die Medien und sozialen Plattformen. Wanderwege wurden befestigt und immer wieder repariert, gefährliche Gebiete abgesperrt, aber auch Lavafluss und Gasemmission stehen unter ständiger Beobachtung, um die Sicherheit der Lavatouristen zu gewährleisten. Die freiwilligen Einsatzkräfte befinden sich täglich zwischen Mittag und Mitternacht vor Ort, um das Gelände zu überwachen und Hilfe zu leisten.

“Das Ausbruchsgebiet ist ein gefährlicher Aufenthaltsort, und der gesunde Menschenverstand sollte den Leuten sagen, dass man unbedingt Vorsicht walten lassen muss, dass man zuhört und sich an die Ratschläge von Einsatzkräften und Wissenschaftlern hält. Zum Glück hat sich bislang kein schlimmer Unfall zugetragen, auch wenn oft nicht viel gefehlt hat.
Zuletzt wurde aber nun beobachtet, dass Leute über die Lava gelaufen sind. Man muss wohl nicht betonen, wie gefährlich diese Aktionen sind. Es ist absolut ungewiss, ob die erstarrte Oberfläche der Lava das Gewicht aushält, denn unter ihr kann sich rotglühende Magma befinden.” heisst es in der auf Facebook veröffentlichten Mitteilung.

Ein Spaziergang hinaus auf die frische Lava bringe die Rettungseinsatzkräfte in eine “absolut hoffnungslose Lage”, falls es zum Schlimmsten komme. Die Gefahr sei echt, die Leute befänden sich in der Wirklichkeit und nicht vor dem Computer, wo sie sich Leben kaufen könnten, heisst es weiter.

Gestern hatte der Leiter der Grindavíker Rettungseinheit, Bogi Adolfsson, mbl.is gegenüber geäussert, dass man Leute, die auf der frischen Lavadecke einbrechen, nicht holen werde.
“Wir gehen da nicht rein, das ist einfach so. Ich habe Familie und ich werde da nicht drüberlaufen.”
Bogi meinte er sei nicht sicher, ob diese Leute sich eigentlich bewusst machten, dass man überhaupt nichts machen könne, wenn es zu einem Unfall auf der Lavadecke komme. Seiner Ansicht nach seien es hauptsächlich ausländische Besucher, die frische Lava beträten.

In der vergangenen Woche hatte sich ein ausländischer Tourist auf den Weg zum grossen Krater gemacht (siehe Titelfoto) und wäre um ein Haar Opfer zweier Lavakaskaden geworden, die über den Kraterrand spülten. Er hatte später behauptet, den Lavafluss lesen zu können und die Sache im Griff zu haben, und er habe niemanden verletzen wollen.

 

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