Reykjanesausbruch: Achtmal pro Stunde sprudelt Lava Skip to content
active crater of the Geldingadalir eruption July 12, 2021
Photo: Volcanology and Natural Hazard Group, University of Iceland. The active crater of the Geldingadalir eruption on July 12, 2021.

Reykjanesausbruch: Achtmal pro Stunde sprudelt Lava

Die pulsierende Aktivität am Fagradalsfjall hat in der vergangenen Nacht zugenommen. Inzwischen sprudelt achtmal pro Stunde Lava aus dem Krater, berichtet RÚV.
Das pulsierende Verhalten ähnelt damit der Aktivität, die der Vulkan im Frühjahr präsentierte, als der Tremor zunahm. “Das Pulsieren begann gestern nachmittag gegen 16 Uhr, in der Nacht kam es immer häufiger, und jetzt am frühen Morgen sehen wir ein Pulsieren, welches dem vom Frühjahr ähnelt,” sagt die Vulkanexpertin Kristín Jónsdóttir vom isländischen Wetterdienst im Morgenradio. “Wir haben jetzt etwa achtmal pro Stunde einen Puls. In dieser neuen Phase hat es sehr viel Aktivität gegeben.”
Der Puls erinnere an die Aktivität von heissen Quellen wie Strokkur oder Geysir. Gesteuert werde dies von der Grösse der Kammer darunter und wie lange es dauert, sie mit Material anzufüllen.

Lava wächst in die Höhe
Der Kraterrand am Fagradalsfjall ist inzwischen auf 334 Meter über NN angewachsen. Neusten Messungen des Geologischen Institutes der Universität zufolge beträgt die Lavamasse 143 Millionen Kubikmeter und reicht über 4,6 Quadratkilometer. Im vergangenen Monat war die Lavafläche kaum gewachsen, weil die Lava es nicht schaffte, den Kraterrand zu überwinden. Statt sich nach unten auszubreiten, ist sie in die Höhe gewachsen und hat einen kleinen, aber ziemlich steilen Kegel geformt.

Zwischen dem 8. August und dem 2. September hatten sich 16 Aktivitätserien ereignet, bei denen Lava kraftvoll an die Oberfläche gelangte. Dazwischen hatte der Vulkanausbruch geruht. Während der Ruhezeiten war auch der Krater leer. Er wurde auf eine Tiefe von mindestens 70 Metern gemessen. Zwischen dem 2. und dem 11. September hatte es dann mit neun Tagen die längste Pause gegeben. Auch weiterhin gibt es keine wissenschaftliche Prognose dafür, wie lange der Ausbruch anhalten wird.

In dem folgenden Video des Amerikaners Ryan Flack sieht man, wie sich unter der Oberfläche fliessende Lava in den Meradalir den Weg durch die etwa 60 Meter dicke Kruste bricht:

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Landhebung an der Askja bemerkenswert

Von der Askja gibt es wenig Neuigkeiten, seit in der vergangenen Woche die Ungewissheitsstufe wegen einer Landhebung am Vulkan ausgerufen worden war. Diese Landhebung geht weiter, und es habe auch kleinere Erdbeben gegeben, sagte Kristín im Morgenradio.
Sie bezeichnet die Entwicklung als ausgesprochen bemerkenswert, weil man seit Beginn der Messungen im Jahr 1970 bis heute eher eine Absenkung des Landes um etwa fünf Zentimeter pro Jahr festgestellt habe, aber seit Beginn August habe sich das Land um sehs Zentimeter angehoben.

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