Reykjanesausbruch: 300 Meter hohe Lavafontänen Skip to content
People admiring the Reykjanes peninsula eruption from the edge of the flowing lava
Photo: Golli. People admiring the Reykjanes peninsula eruption from the edge of the flowing lava.

Reykjanesausbruch: 300 Meter hohe Lavafontänen

Der Vulkanausbruch auf der Halbinsel Reykjanes hat seinen Rhythmus geändert. Nach mehr als sechs Wochen permanenten Lavaflusses präsentiert er sich nun mit bis zu 300 Meter hohen Lavafontänen, gefolgt von Perioden der völligen Ruhe, ganz ähnlich wie der Geysir. Das Muster besteht seit Sonntagnacht aus zehn Minuten intensiver Aktivität und drei Minuten Ruhe.

Das pulsierende Verhalten könnte auf eine mögliche Veränderung in der Magmazusammensetzung hinweisen, auf eine Stauung im Zuflusskanal, oder einen Wechsel im Verhältnis von einfliessender und austretender Magma, vermutet Elísabet Pálmadóttir, eine Expertin für Naturkatastrophen bei der meteorologischen Behörde. Es könnte aber auch der Vorbote einer neuen Spaltenbildung sein. Die Lavafontäne kann auf eine Entfernung von 30 Kilometern bis in die Hauptstadt gesehen werden, und teilweise auch aus dem Südland.

Hier gibts ein Fontänenvideo aus der Nacht.

Immer noch erfreut sich das Ausbruchsgebiet grosser Popuarität: mehr als 63.000 Besucher haben sich auf den Weg zur Lava gemacht, seit sie sich am 19. März den Weg ins Freie gebahnt hatte.

Angesichts der Veränderungen prüfen die Behörden derzeit, wie die Gefahrenzonen neu abgesteckt werden müssen, mit neuen Bestimmungen soll noch heute zu rechnen sein. Auch die Servicepiste für Einsatzkräfte ist nicht mehr benutzbar, seit am Wochenende zwei Lavaströme in den Meradalir zusammengeflossen sind.
Die Gasbelastung fällt seit Tagen recht hoch aus, viele Besucher spüren das Gas in Augen und Atemwegen. Am Freitag hatten zwei Personen  vom Gelände fortgebracht werden müssen, eine von ihnen wurde per Krankenwagen in die Klinik gefahren. Gestern hatte umherfliegende Lava Altgras in Brand gesetzt, und heisser Bimsstein war auf den Zuschauerhang herabgeregnet, wo sich unter anderem eine stillende Besucherin befunden hatte. Gegen 16 Uhr hatte das Gelände dann geräumt werden müssen, nicht nur wegen der Gefährung durch die fliegenden Steine, sondern auch weil die Gasbelastung die zulässigen Grenzwerte überstiegen hatte.
Fotografische Eindrücke findet man hier.
In der vergangenen Nacht folgten dann eine Erdbebenserie mit Beben von bis zu einer Stärke von 3,8 in der Region um den Kleifarvatn, die von den Experten als Spannungsbeben eingeschätzt werden.

 

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