Reykjanes: Wenig Veränderung, aber grösster Ausbruch der Serie Skip to content
eruption volcano lava
Photo: Art Bicnick.

Reykjanes: Wenig Veränderung, aber grösster Ausbruch der Serie

Der Vulkanausbruch auf der Halbinsel Reykjanes hat sich seit gestern kaum verändert. Die meiste Lava scheint im Osten der Kraterreihe Sundhnúksgígaröð zu fliessen und kommt aus mehreren Schloten. Nur wenig seismische Aktivität ist in der vergangenen Nacht aufgezeichnet worden.

Gesamtsystem entlastet
Einar Hjörleifsson, ein Experte für Naturkatastrophen beim isländischen Wetteramt, sagte RÚV, aktuellen Drohnenaufnahmen zufolge scheine sich der grösste Lavastrom in östlicher Richtung von Hagafell und Sýlingarfell zu befinden. Bei Tageslicht und aufklarendem Wetter könne man die Lage besser beurteilen.
Die seismische Unruhe in der Region habe sich gelegt. „Jetzt, wo die Eruption begonnen hat, ist es so, als ob das gesamte System entlastet ist und es weniger Spannungen in dem Gebiet gibt, die sich als kleine Erdbeben lösen würden,“ erklärte Einar RÚV gegenüber. Er warnt vor Gasverschmutzung im Hauptstadtbereich, Informationen dazu findet man auf der Karte von loftgaedi.is.

Grösste Eruption der Serie
Die wissenschaftliche Vulkangruppe Südisland schreibt auf ihrer Seite, der aktuelle Ausbruch sei der stärkste in der Serie, gleich am ersten Ausbruchstag seien 24 Millionen Kubikmeter Lava geflossen, pro Sekunde um die 1500 Kubikmeter. In den ersten vier Stunden bedeckte der Lavastrom eine Fläche von 8,7 Quadratkilometern, das ist zweimal soviel wie in den sechs Monaten des Ausbruchs in den Geldingadalir im Jahr 2021.
Mit Stand heute liegt die ausgetretene Lavamenge bei mehr als 30 Millionen Kubikmetern. Der letzte, bislang stärkste Ausbruch an der Kraterreihe Sundhnúksgígaröð förderte 34 Millionen Kubikmeter Lava.

Bereitschaftstufe gesenkt
Da der Ausbruch zur Zeit weder Infrastrukturen noch Menschen bedroht, hat die isländische Landespolizei in Absprache mit den Einsatzkräften ihre Bereitschaftsstufe für das betroffene Ausbruchsgebiet auf der Halbinsel Reykjanes von Notfall- auf Gefahrenstufe herabgestuft. Eine Fehlinterpretation dieser Begriffe durch ausländische Medien hatte offenbar zu Buchungsrückgängen im Tourismus geführt. Seitdem wird in den isländischen Medien zurückhaltender berichtet, auf manchen Seiten sind die Vulkannachrichten nur nach einiger Suche zu finden.

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