Reykjanes: Sechs Quadratkilometer Lava und kein Ende in Sicht Skip to content
Photo: Birgir V. Óskarsson – Náttúrufræðistofnun. March 20.

Reykjanes: Sechs Quadratkilometer Lava und kein Ende in Sicht

Auch wenn die Kraft des Lavaausbruchs an der Kraterreihe Sundhnúksgígarröð nachgelassen hat, gibt es Vísir zufolge keine Hinweise darauf, dass die Gesamtmenge des Magmaflusses aus der Tiefe weniger wird. Damit ist die unter Svartsengi angesammelte Magma gemeint, sowie die Magma, die aus dem Krater an die Oberfläche gelangt.

Vorgang könnte sich wiederholen
In einer Mitteilung des Wetterdienstes heisst es, das Land hebe sich bei Svartsengi erneut, und seit letzter Woche sogar mehr, zeitgleich zum Rückgang des Ausbruchs. Es sei schwierig, Angaben zu einem Ende des Ausbruchs zu machen, dieser könne auch längere Zeit mit stetigem Fluss andauern, oder bald zu Ende gehen.
„Da sich unter Svartsengi weiterhin Magma ansammelt und der Druck dort zunimmt, besteht auch die Möglichkeit, dass die Kraft der Eruption wieder zunimmt, wie es beim Ausbruch am Fagradalsfjall im Jahr 2021 geschehen ist. Wenn die Eruption in naher Zukunft aufhört, ist es am wahrscheinlichsten, dass die Magmaansammlung unter Svartsengi weitergehen wird und sich ein Szenario wiederholt, wie es in den letzten Monaten beobachtet wurde,“ heisst es in der Mitteilung. Die seismische Aktivität am Magmatunnel bei Grindavík sei auch weiterhin sehr gering. Allenfalls beobachte man Aktivität zwischen den Bergen Sýlingarfell und Stóra-Skógfell und westlich von Grindavík. Am Fagradalsfjall werde seismische Aktivität in einer Tiefe von sechs bis sieben Kilometern Tiefe aufgezeichnet.

3D-Karte der Lavadecke
Das Naturkundinstitut hat heute eine 3D-Karte der Lavadecke veröffentlicht. Neusten Messungen zufolge besteht die Decke aus 31 Millionen Kubikmeter Lava, was ein Fünftel der Lava ist, die 2021 in den Geldingadalir geflossen ist. Sie bedeckt eine Fläche von rund sechs Quadratkilometern. Zwischen dem 27. März und dem 3. April lag der durchschnittliche Lavafluss bei rund 6,6 Kubikmeter pro Sekunde, danach hat er sich erheblich verringert.

Risikogutachten: weiter “grosse” Gefahr durch Gas
Das aktuelle Risikogutachten des Wetterdienstes gilt bis zum 16. April. Für die gesamte Region besteht “grosse” Gefahr durch Gasverschmutzung, im Gebiet rund um den Krater ist die Gefahr “sehr gross”. Für die Gebiete 4 und 6, Grindavík und die Region östlich des Lavafeldes, besteht “grosse” Gefahr durch Spalten, Erdrutsche in Spalten, Spaltenbewegungen, Lavafluss und Gasverschmutzung. Die Lava aus dem letzten noch aktiven Krater fliesst wieder nach Süden.

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