Reykjanes: Neuer Magmaeinschuss in Kürze zu erwarten Skip to content
Reykjanes peninsula eruptions, Grindavík, hraun, lava
Photo: Lava crossing the road to Grindavík.

Reykjanes: Neuer Magmaeinschuss in Kürze zu erwarten

Die Lage auf der Halbinsel Reykjanes hat sich nach dem gestrigen Magmaeinschuss wieder beruhigt. Gegen 16 Uhr hatte sich an der Kraterreihe Sundhnjuksgígaröð ein Erdbebenschwarm ereignet, kurz darauf wiesen Messdaten auf einen unterirdischen Magmaeinschuss hin. Die Magma erreichte jedoch nicht die Erdoberfläche und es kam zu keinem Ausbruch.

Nächster Einschuss in den Startlöchern
Es gilt jedoch als wahrscheinlich dass es in den kommenden Tagen zu einem weiteren Magmaeinschuss kommt, der dann zu einem Ausbruch führen könnte.
“Da der gestrige Einschuss es nicht an die Oberfläche geschafft hat, blieben Druckveränderungen und Verwerfungen geringer als vorher. Die seismische Aktivität war gegen 18 Uhr zurückgegangen, und es scheint, dass der Einschuss da zum Stillstand gekommen ist,“ erklärte der Geophysiker Benedikt Ófeigsson Vísir gegenüber. Der unterirdische Magmatunnel erstreckt sich vom Hagafell in nordöstliche Richtung zum Stóra-Skógfell.

“Und da besteht immer noch die Möglichkeit, dass Magma dort an die Erdoberfläche kommt, aber wir sehen dafür jetzt keinen Hinweis. Wahrscheinlich ist das erst mal vorbei, das bedeutet jedoch, dass sich die Spannung in Svartsengi nicht hat lösen können, sodass wir recht bald mit einem weiteren Einschuss zu rechnen haben.” Die Verwerfungsdaten zeigten bei Svartsengi so gut wie keine Veränderungen. Benedikt hält es daher für hochwahrscheinlich, dass sich der Prozess fortsetzt – mit oder ohne Lavaausbruch.
Die Magmakammer liegt unter dem Kraftwerk Svartsengi. Auch wenn die Magma sich bislang immer in Richtung der alten Kraterreihe in Bewegung gesetzt hatte, kann nach Angaben des Vulkanologen Þorvaldur Þórðarson nicht ausgeschlossen werden, dass sich bei Svartsengi und damit an der Blauen Lagune eine neue Spalte bildet, aus der Magma an die Erdoberfläche bricht.

Neue Satellitendaten am Abend
Gegen Abend erwarten die Experten beim Wetterdienst aktuelle Satelitenbilder, die deutlich zeigen, ob die Magma im unterirdischen Tunnel immer noch in Bewegung ist oder nicht, so Benedikt. Je mehr Zeit vergehe, desto unwahrscheinlicher sei es, dass sie noch strömt. Benedikt sagt, das gestrige Ereignis habe die Ungewissheit über die Zukunft nur noch weiter erhöht.

Heute um 15 Uhr wird entschieden, ob der Ort Grindavík für Anwohner wieder geöffnet wird. Grindavík und die Blaue Lagune waren gestern mit Einsetzen der Erdbeben evakuiert worden. Einer neuen Risikobewertung von 13.00 Uhr zufolge besteht für Grindavík und die Kraterreihe Sundhnúksgígaröð immer noch erhebliche Eruptionsgefahr. Die Bewertung gilt bis zum 5. März.

 

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