Reykjanes: Neuer Erdbebenschwarm im alten Eruptionsgebiet Skip to content
Keilir in the fog
Photo: Golli. Keilir this afternoon, shortly after the tremor pulse was detected.

Reykjanes: Neuer Erdbebenschwarm im alten Eruptionsgebiet

Keine zwei Tage sind vergangen, dass der Vulkanausbruch in den Geldingadalir offiziell als beendet erklärt wurde, da schüttelt sich die Erde in dem Gebiet erneut. An die 5000 Erdbeben haben sich seit Dienstagnachmittag am Fagradalsfjall auf der Halbinsel Reykjanes ereignet. Ein Beben der Stärke 4,0 in der vergangenen Nacht konnte bis in die Hauptstadt Reykjavík wahrgenommen werden. Es war das fünfte Beben über Stärke 4 in diesem Erdbebenschwarm, berichtet RÚV.
“Seit Mitternacht haben wir um die 800 Beben aufgezeichnet, die meisten fanden nahe des Fagradalsfjall statt, dort wo das Eruptionsgebiet in den Geldingadalir war,” erklärte Einar Bessi Gestsson, ein Experte für Naturkatastrophenschutz. Die heutige seismische Tätigkeit tritt dabei ähnlich wie gestern auf und zeigt sich in Perioden.
Heute soll es neue Satelitenbilder geben, die die Lage auf der Halbinsel, so hofft man, besser beleuchten, auch wenn diese Analysearbeit schwierig ist. Einar Bessi bezeichnet die Aktiviät bei mehreren Erdbeben pro Tag als stark. Das stärkste Beben gestern war mit 4,9 aufgezeichnet worden.

Eins der möglichen Szenarien dieser Bebenserie ist nach Angaben der Vulkanabteilung beim Wetterdienst ein Vulkanausbruch. Die seismische Unruhe ähnele sehr der Situation im März, kurz bevor am Fagradalsfjall Lava an die Erdoberfläche trat. “Damals hatten wir mehrere tausend Beben am Tag,” sagt Einar, “am wahrscheinlichsten ist es, dass dort Magma unter der Oberfläche unterwegs ist. Ob sie allerdings die Oberfläche erreicht, können wir unmöglich sagen.” Im März hatte die Erde gut einen Monat gebebt, bevor sie schliesslich aufbrach.

Wegen der seismischen Unruhe hat die Wetterbehörde den Alarmcode für den Flugverkehr auf Orange erhöht. Er weist Teilnehmer am Luftverkehr darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit auf einen vulkanausbruch steigt oder dass es einen kleineren Vulkanausbruch mit wenig Ascheemmssion gibt. Vor zwei Wochen war die Ungewissheitsstufe in dem Gebiet aufgehoben worden. Sie ist noch nicht wieder ausgerufen worden, eine Entscheidung steht jedoch an.
Hier kann man den Verlauf der Erdbebentätigkeit beobachten.

 

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